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| | | Schlupfwespen | | Schlupfwespen (Ichneumonidae), auch als „Echte Schlupfwespen“ bezeichnet, gehören in der Ordnung der Hautflügler (Hymenoptera) und in deren Unterordnung Taillenwespen (Apocrita) zur Teilordnung Legimmen (Terebrantia). In der Teilordnung der Legimmen bilden sie innerhalb der Überfamilie Schlupfwespenartige (Ichneumonoidea) eine Familie. Die Schlupfwespen sind die artenreichste Familie der Hautflügler in Mitteleuropa. Zu ihnen zählen die größten Arten parasitoider Hautflügler. Sie verteilen sich auf etwa 20 Unterfamilien. | | |
| | | | Einige der in diesen vertretenen Arten sind: Holzwespen-Schlupfwespe (Rhyssa persuasoria), Sichelwespe (Therion circumflexum), Riesenholzwespen-Schlupfwespe (Rhyssa persuasoria), Zangenbock-Schlupfwespe (Dolichomitus dux), Schwarze Schlupfwespe (Pimpla instigator) und Riesenschlupfwespe (Protichneumon pisorius). | | |
| | | Schlupfwespen erreichen Körperlängen von 10 bis 50 mm. Die Körperfärbung variiert. Die Grundfarbe ist häufig schwarz oder rötlich-braun. Viele Arten haben Körperzeichnungen, die rot, weiß, gelb oder braunrot sein können. Die Fühler der meisten Arten haben mehr als 16 Glieder. Das Vorhandensein und die Form der Areole im Vorderflügel ist ein wichtiges Bestimmungsmerkmal. Die Weibchen vieler Arten sind mit einem langen Legebohrer ausgestattet. Der Hinterleib ist vom vorderen Teil des Körpers deutlich abgegrenzt.
Schlupfwespen kommen weit verbreitet in verschiedenen Biotopen wie Mischwälder, Laubwälder, Nadelwälder, Freiland, Feuchtgebiete, Holzschläge, Lichtungen und Waldschneisen vor. Sie parasitieren an Insekten, die in ihrer Entwicklung eine vollständige Metamorphose (Ei - Larve - Puppe - Imago) durchmachen, wie Schmetterlinge, Pflanzenwespen, Käfer und andere Insekten.
Auf Blattläuse spezialisierte Arten können innerhalb einer Woche bis zu 200 Blattläuse parasitisieren. Die Weibchen legen ihre Eier auf der Oberfläche von Blattläusen ab. Nach ein bis zwei Tagen schlüpfen die Larven und höhlen dann die Blattläuse komplett aus. Sie verpuppen sich in der ausgefressenen Blattlaushülle und sind nach fünf Tagen in junge erwachsene Schlupfwespen verwandelt. Einige Arten sind auf Spinnenkokons spezialisiert und leben von den Eiern.
Weil die Schlupfwespen die Populationen von Schädlingen auf niedrigem Niveau halten, sind sie als sehr nützlich anzusehen. Sie werden auch gezielt gegen Pflanzenschädlinge (Blattläuse) oder Motten eingesetzt. | | |
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| | Weiterführende Kapitel von "Schlupfwespen" | |
| | Beschreibung der Bilder / Fotos | | 1. | Schlupfwespe - Ichneumonidae - Schwarz-Rot | | 2. | Schlupfwespe - Schwarz-Weiß | | 3. | Schlupfwespe - Ichneumonidae - mit Legestachel |
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