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 Megascolia maculata
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Megascolia maculata - Foto
Megascolia maculata
Megascolia maculata, engl. : Mammoth wasp bzw. Dagger wasp, ist eine Spezies in der Ordnung der Hautflügler (Hymenoptera), der Unterordnung Taillenwespen (Apocrita), der Teilordnung Stechimmen (Aculeata), der Überfamilie Vespoidea und in der Familie der Dolchwespen (Scoliidae). Hier, in der Unterfamilie Scoliinae und der Gattung Megascolia, zählt sie zur Untergattung Megascolia (Regiscolia). Die exakte wissenschaftliche Bezeichnung für diese Spezies lautet demnach Megascolia (Regiscolia) maculata.
Megascolia maculata - Draufsicht - Foto
Veraltete wissenschaftliche Synonyme sind: Scolia flavifrons, Scolia maculata und Sphex maculata. Früher war Megascolia maculata der Gattung Scolia zugeteilt, die ebenfalls zur Unterfamilie Scoliinae gehört. Megascolia maculata hat einige Unterarten, zu denen Megascolia (Regiscolia) maculata maculata und Megascolia (Regiscolia) maculata flavifrons gehören. Letztere ist als Rotstirnige Dolchwespe (Scolia flavifrons) bekannt. Die Spezies ist vor allem im Mittelmeerraum verbreitet, und kommt in Deutschland nicht vor.
Wespe - Megascolia maculata - Foto
Erwachsene Weibchen der Unterart Megascolia (Regiscolia) maculata maculata können Körperlängen bis über 60 mm erreichen und zählen somit zu den größten Hautflüglern Europas. Die Männchen dieser Unterart sind geringfügig kleiner. Die männlichen Exemplare von Megascolia (Regiscolia) maculata flavifrons werden 26 bis 32 mm lang, während die Weibchen im Durchschnitt Körperlängen von 32 bis 45 mm haben. Die größten weiblichen Exemplare werden bis zu 50 mm lang.
Megascolia maculata - Seitenansicht - Foto
Die Weibchen von Megascolia maculata haben einen robusteren Körperbau als die Männchen. Die Körper beider Geschlechter sind mit schwarzgelben Zeichnungen versehen. Die Köpfe der Weibchen sind groß und an der Vorderseite gelb gefärbt. Sie tragen kurze Fühler aus 12 Segmenten, während der Kopf der Männchen klein und völlig schwarz ist. Die Männchen haben dreizehngliedrige Fühler. Bei beiden Geschlechtern ist der Augeninnenrand tief eingebuchtet.
Megascolia (Regiscolia) maculata - Foto
An beiden Flügelpaaren ist an den Flügelspitzen eine feine Längsstreifung (Scheinadern) erkennbar. Männchen wie Weibchen tragen 2 gelbe Bänder (Warnfarben) an der Oberseite ihres Hinterleibs. Diese Bänder können (insbesondere bei weiblichen Exemplaren) in 4 einzelne gelbe Flecken aufgelöst sein. Das zweite Hinterleibssegment ist vom ersten deutlich abgeschnürt. Die Weibchen tragen am letzten Segment einen Giftstachel.
Megascolia (Regiscolia) maculata - Foto
Aufgrund ihres äußeren Erscheinungsbildes kann Megascolia maculata mit anderen Dolchwespenarten wie Megascolia bidens, Scolia erythrocephala, Scolia hirta, Scolia hortorum, Scolia quadripunctata und Scolia sexmaculata verwechselt werden.
Megascolia maculata - Frontansicht - Foto
Die erwachsenen Exemplare von Megascolia maculata sind tagaktiv und wärmeliebend. Sie sind eifrige Blütenbesucher in der Krautpflanzen und Sträuchern und ernähren sich von Nektar. In wärmeren Gebieten kann man die Dolchwespen von Mai bis August finden.
Megascolia maculata - Dolchwespe - Foto
Nach der Paarung sind die befruchteten Weibchen innerhalb weniger Stunden in der Lage, Eier abzulegen. Hierzu spüren sie (meistens in der Nähe vermodernder Baumstümpfe) die unter der Erde befindlichen Larven (Engerlinge) von Hirschkäfern bzw. Nashornkäfern auf. Sobald sie fündig geworden sind, graben sie sich mit Hilfe ihrer kräftigen Mundwerkzeuge und Vorderbeine zu dem Engerling durch. Dann sticht das Weibchen die Käferlarve an und injiziert Gift in den Larvenkörper. Die Käferlarve wird hierdurch paralysiert und kann sich nicht mehr bewegen. Sie dient den Larven als lebende und unverderbliche Nahrungsressouce. Die bewegungsunfähige Larve wird nun vom Weibchen gereinigt, wobei auch die Parasiten der Larve beseitigt werden. Ist dies geschehen, legt das Weibchen ein einzelnes Ei an der Unterseite der Käferlarve ab. Das Ei wird dabei mit dem Larvenkörper verklebt.
Scoliidae - Megascolia maculata - Foto
Sobald die Dolchwespenlarve aus dem Ei geschlüpft ist, frisst sie sich durch die Haut der Käferlarve und verbleibt mit ihrem kleinen Kopf im Inneren der Wirtslarve, um deren Hämolymphe und Körpergewebe zu verzehren. Im Laufe ihrer Entwicklung (die, um ein Verderben des Nahrungsvorrats zu umgehen, sehr schnell fortschreiten muss) häutet sich die gedrungene und beinlose Larve von Megascolia maculata dreimal. Ist sie ausgewachsen, beginnt sie an ihrem angestammten Ort mit der Herstellung eines Kokons, in dem sie überwintert. Im Frühjahr des Folgejahres verpuppt sie sich in ihrem seidigen Kokon, und Anfang Mai schlüpft die erwachsene Dolchwespe.
Megascolia maculata beim Abflug - Foto
Beschreibung der Bilder / Fotos
1. Megascolia maculata
2. Megascolia maculata - Draufsicht
3. Wespe - Megascolia maculata
4. Megascolia maculata - Seitenansicht
5. Megascolia (Regiscolia) maculata
6. Megascolia (Regiscolia) maculata
7. Megascolia maculata - Frontansicht
8. Megascolia maculata - Dolchwespe
9. Scoliidae - Megascolia maculata
10. Megascolia maculata beim Abflug
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