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| | | Andromeda-Netzwanze | | Die Andromeda-Netzwanze (Stephanitis takeyai), engl.: Andromeda lace bug, auch Andromeda-Gitterwanze genannt, zählt in der Ordnung der Schnabelkerfe (Hemiptera), der Unterordnung Wanzen (Heteroptera), und der Teilordnung Cimicomorpha zur Familie der Netzwanzen (Tingidae), Syn.: Gitterwanzen, wo sie zur Gattung Stephanitis gehört. Diese Spezies ist in Japan beheimatet und wurde nach Europa verbreitet, wo sie im Jahr 2002 erstmals auch in Deutschland entdeckt wurde. Andromeda-Netzwanzen können sich massenhaft vermehren. | | |
| | | | Erwachsene Exemplare erreichen Körperlängen von 3 bis 4 mm. Die Oberseite ihrer flachen Körper ist gitterartig strukturiert (Netzwanzen). An ihr befinden sich Wachsdrüsen, deren Sekrete die Oberfläche wie mit Mehl bestäubt erscheinen lassen. Der Kopf der Andromeda-Netzwanze wird von einer großen, schwarzen, kugelartigen Halsblase überlagert. Zudem sind ihre Fühler ein wichtiges Bestimmungsmerkmal. Die Augen (Ocelli) sind punktförmig und reduziert. | | |
| | | | Der fünfeckige Halsschild (Pronotum) ist gekielt, nach hinten dreiecksförmig verlängert, und bedeckt das Schildchen. Der Seitenrand des Halsschildes ist verbreitert und umgefaltet, während sich an seinem Vorderrand ein kapuzenartiger Auswuchs (Halsblase) befindet, der bei manchen Exemplaren so groß ist, daß der Kopf darunter verborgen ist. Die transparenten Vorderflügel bzw. Deckflügel überlagern fast den gesamten Körper. Sie schimmern in fast allen Farben und sind gitterartig strukturiert. Sie tragen zwei sehr dunkle schwarze Querbinden. Die Membranen der Flügel sind unter der Gitternetzstruktur schwer erkennbar. Die Zahl der Leisten und Maschen sowie die Gesamtform sind ebenfalls wichtige Kriterien zur Bestimmung dieser Art. | | |
| | | Die Andromeda-Netzwanze ist nur am Tage zu beobachten und ernährt sich saugend an Pflanzen (phytophag). Als wenig bewegungsaktives Tier hält sie sich vorwiegend auf den Unterseiten der Blätter ihrer Wirtspflanzen auf. Das Aussaugen der Blattzellen führt zum Vergilben der Blätter, die schließlich abfallen und somit zu allmählichem Kahlwerden der gesamten Pflanze von unten nach oben. Bei starkem Befall sterben die Wirtspflanzen ab. Bevorzugte Nahrungspflanzen der Andromeda-Netzwanze sind u. a.: Heidekrautgewächse (Ericaceae), Anisgewächse (Illiciaceae), Rhododendron und Azalee (Rhododendron spp.) sowie einige Ebenholzgewächse (Ebenaceae). | | |
| | | Die Andromeda-Netzwanze kann sich sehr stark vermehren und in Massen auftreten. Die Eiablage der weiblichen Tiere erfolgt mit Hilfe des Legestachels (Ovipositor). Hierbei werden die sehr kleinen transparenten Eier (in der Regel auf der Blattunterseite) tief im Blattgewebe versenkt. Die Eier überwintern dort. | | |
| | | Die Larven schlüpfen im Frühjahr (April oder Mai), wobei der Zeitpunkt von den Witterungsverhältnissen abhängt. Sie ernähren sich saugend an den gleichen Pflanzen wie die erwachsenen Tiere. Ihre Körperoberseite ist mit Dornen unterschiedlicher Länge bedeckt, die manchmal verzweigt sein können. Die kennzeichnende Gitternetzstruktur tritt bei den Larven noch nicht in Erscheinung. Wie die adulten Wanzen scheiden sie jedoch ein wachsartiges Drüsensekret aus, daß ihre Oberfläche wie gepudert aussehen lässt. Die Entwicklung der Larven vollzieht sich in 5 Stadien, wobei sie vom Verlassen der Eier bis zur Geschlechtsreife – je nach klimatischen Bedingungen – 20 bis 70 Tage benötigen. Fliegende Larven sieht man selten. Die Larven sind wenig bewegungsfreudig, verstecken sich oft zwischen kleinen Pflanzenteilen bzw. Hohlräumen, und zeigen auch bei Störungen kaum Neigung zum Ortswechsel. Für den Menschen ist die Die Andromeda-Netzwanze vor allem als Schädling an Kulturpflanzen von Bedeutung. | | |
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| | | Beschreibung der Bilder / Fotos | | 1. | Andromeda-Netzwanze - Stephanitis takeyai | | 2. | Stephanitis takeyai | | 3. | Andromeda-Netzwanze versteckt sich hinter einem Blatt |
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