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Graue Gartenwanze - Rhaphigaster nebulosa - Foto
Graue Gartenwanze
Die Graue Gartenwanze (Rhaphigaster nebulosa), Syn. : Raphigaster nebulosa, zählt in der Ordnung der Schnabelkerfe (Hemiptera), in der Unterordnung Echte Wanzen (Heteroptera), in der Nebenordnung Pentatomomorpha und der Überfamilie Pentatomoidea zur Familie der Baumwanzen (Pentatomidae). In der Unterfamilie Pentatominae, ist sie die einzige Spezies der Gattung Rhaphigaster. Die Graue Gartenwanze ist von Europa bis Asien palärktisch weit verbreitet. In Europa ist sie vor allem im Süden (Mittelmeerraum) häufig, expandiert jedoch zunehmend nach Norden. Zeitweise tritt sie massenhaft auf. Diese Spezies bringt eine neue Generation pro Jahr hervor.
Rhaphigaster nebulosa - Fontansicht - Foto
Erwachsene Exemplare von Rhaphigaster nebulosa erreichen Körperlängen von 14 bis 16 mm. Die unbehaarte Oberfläche ihrer Körper, deren Färbung gelblich, graubraun, gelblichbraun oder braun sein kann, ist mit ungleichmäßig verteilten Einstichen (Punktgruben) und Flecken übersät. An der hellen Körperunterseite, die mit dunklen Flecken bedeckt ist, befindet sich zwischen den Vorderhüften ein langer sichelförmiger Dorn. Die Fühler, deren Grundfarbe schwarz ist, sind am 3. bis 5. Fühlersegment gelblich-weiß geringelt. Die Mundwerkzeuge sind als Stechrüssel ausgebildet.
Graue Gartenwanze - Seitenansicht - Foto
Am der Brustunterseite befinden sich Wehrdrüsen, die ein sehr unangenehm riechendes Sekret absondern. Dieses kann zur Verteidigung mehrere Dezimeter weit verspritzt werden. Der Hinterleib ist an jedem Seitenrand (Connexivum) schwarz und gelblich-weiß gemustert. Die Seitenränder sind dicht punktiert. Die Deckflügel sind meistens dunkelbraun gefleckt. Die Graue Gartenwanze ist ein schwerfälliger Flieger. Während ihres Fluges ist lauter Summton vernehmbar.
Baumwanze - Rhaphigaster nebulosa - Foto
Die Graue Gartenwanze ist in verschiedenen, bevorzugt warmen Biotopen wie Laubwälder, Brachflächen, Parks, und Gärten zu finden, wo man die tagaktiven Wanzen auf Laubbäumen wie Weißdorn (Crataegus), Pflaume (Prunus), Mehlbeere (Sorbus), Hasel (Corylus) oder Ulme (Ulmus), sowie an Büschen, Hecken (Brombeere), und auch an Rankengewächsen (Efeu) sitzen sieht, von deren Pflanzensäften sie sich ernährt. In selteneren Fällen saugt sie auch die Körperflüssigkeit toter Insekten (z. B. Blattkäferlarven) auf.
Nach der Paarung legen die befruchteten Weibchen im späten Frühjahr etwa 40 Eier an Pflanzenteile ab. Die gelblich-weißen Eier, die in Streifen- oder Scheibenformation angeklebt werden, sind ca. 1, 5 mm lang und verfärben sich später bräunlich. Die aus den Eiern schlüpfenden Larven (Nymphen) sind unterschiedlich gefärbt und haben anfangs noch keine Flügel. Diese bilden sich erst ab dem 3. Larvenstadium (nach der 2. Häutung). Bei den Jungwanzen befinden sich (im Gegensatz zu den erwachsenen Wanzen) Wehrdrüsen zur Abwehr von Feinden am Rücken. Ab September (nach der letzten Häutung) ist die hemimetabole Entwicklung der Nymphen zur erwachsenen Wanze vollendet.
Die Graue Gartenwanze der neuen Generation überwintert als erwachsenes Insekt unter Baumrinde oder anderen Verstecken (Ritzen, Spalten), zu denen auch Gebäudeteile zählen. Sie kann vor allem im Spätsommer oder zum Herbstanfang sehr massenhaft an sonnenbeschienenen Gebäudewänden erscheinen, um Wärme aufzunehmen, bevor sie ihre Winterverstecke aufsuchen.

Zu den natürlichen Feinden der Grauen Gartenwanze zählt die Raupenfliege Cylindromyia bicolor, deren Larven sich in den älteren Jungwanzen parasitisch ernähren.
Beschreibung der Bilder / Fotos
Fotografie mit folgenden Digitalkameras
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Bildbearbeitung mit Photoshop
1. Graue Gartenwanze - Rhaphigaster nebulosa
2. Rhaphigaster nebulosa - Fontansicht
3. Graue Gartenwanze - Seitenansicht
4. Baumwanze - Rhaphigaster nebulosa


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Quellen, Links und weitere Informationen
Graue Gartenwanze bei Wikipedia
Graue Gartenwanze in der Insektengalerie
Graue Gartenwanze in natur-in-nrw.de
Graue Gartenwanze
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