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Spaltenkreuzspinne - Nuctenea umbratica - Foto
Spaltenkreuzspinne
Die Spaltenkreuzspinne (Nuctenea umbratica), engl.: Walnut Orb-Weaver Spider, zählt in der Ordnung Webspinnen (Araneae), der Unterordnung Echte Webspinnen (Araneomorphae) und der Überfamilie Radnetzspinnen (Araneoidea) zur Familie Echte Radnetzspinnen (Araneidae), wo sie der Gattung Nuctenea angehört. Wissenschaftliche Synonyme dieser Art sind: Aranea impressa, Araneus umbraticus, Aranea sexpunctata, Aranea swammerdamii, Aranea cicatricosa, Epeira umbraticola, Aranea impressa, Aranea cicatricosa, Aranea umbratica, Aranea umbraticola, Aranea litterata, Epeira umbratica, Epeira cinerea, Epeira thomisoides, Chinestela umbratica und Cathaistela umbratica.

Die Spaltenkreuzspinne ist in der gesamten westlichen Paläarktis (ganz Europa) bis Nordafrika und östlich in Westasien verbreitet. In einigen Gebieten Südostasiens, Südasiens und Zentralasiens trifft man sie ebenfalls an. Die Spinne tritt in geeigneten Lebensräumen häufig auf. Die Art wird in der Roten Liste als ungefährdet eingestuft.

Spaltenkreuzspinnen haben etwa die gleiche Größe wie Gartenkreuzspinnen. Während die Weibchen Körperlängen von 13 bis 16 mm erreichen, sind es bei den männlichen Tieren 7 bis 10 mm. Die Form ihrer Körper, die glänzend rotbraun, dunkelbraun oder schwarzbraun gefärbt sein können, ist gedrungen und im hinteren Teil deutlich flachgedrückt. Der Vorderkörper (Prosoma) der Tiere ist stark behaart, dunkelbraun und ohne deutliche Zeichnung. In seinem vorderen Teil kann er rötlich-braun aufgehellt sein, während das Sternum schwarz erscheint.

Der Hinterleib (Opisthosoma) ist stark abgeflacht. An seiner Oberfläche sind 4 große punktförmige Vertiefungen erkennbar. An ihnen setzen im Inneren des Abdomens Quermuskeln an, mit deren Hilfe sich der Spinnenkörper noch stärker abflachen läßt. Die Grundfarbe des Hinterkörpers variiert von rotbraun bis schwarzbraun. Auf ihm befindet sich eine dunkle Blattzeichnung (Folium), die an den Seiten von schmalen, weißlich-gelben Randlinien gesäumt ist, die zudem unterbrochen sein können, und bei den männlichen Tieren weniger stark ausgeprägt sein kann. Die Weibchen tragen im vorderen Teil des Foliums häufig zwei zusätzliche weiße Flecken, so dass zusammen mit den 4 Vertiefungen insgesamt 6 Punkte erscheinen (daher auch das wissenschaftliche Synonym „Aranea sexpunctata“). Die Seiten des Opisthosomas sind oft heller als die Oberseite und rotbraun, braun oder dunkelbraun gefärbt.

Die Beine der Spaltenkreuzspinne sind geringelt und mit zahlreichen Dornen besetzt. Während die Schenkel fast einfarbig dunkelbraun erscheinen, sind die äußeren Glieder hellbraun und dunkelbraun geringelt. Aufgrund des äusseren Erscheinungsbildes sind Verwechslungen der Spaltenkreuzspinne mit der Brückenkreuzspinne (Larinioides sclopetarius) oder mit der Schwesternart Nuctenea silvicultrix möglich.

Die Spaltenkreuzspinne ist in verschiedenartigen Habitaten wie lichte Wälder (Laubwälder und Mischwälder, selten Nadelwälder), Feldgehölze, Hecken, Häuser, Ställe und Schuppen anzutreffen. Im Bergland trifft man sie hingegen kaum an. Diese Spinnen sind vorwiegend nachtaktive Einzelgänger, die bei Helligkeit nur selten zu finden sind. Sie verstecken sich tagsüber in schmalen und engen Unterschlupfen (in Mauerritzen, Fugen, Astlöchern oder hinter der Rinde morscher Bäume), zu denen sie sich dank ihrer physischen Fähigkeiten (s. o.) leicht Zugang verschaffen können - daher der Name “Spaltenkreuzspinne“.

In der Nähe ihrer Unterschlupfe webt die Spaltenkreuzspinne, die sich von erbeuteten Insekten ernährt, ein Radnetz von 45 bis 70 cm Durchmesser, dessen Nabe exzentrisch in Richtung ihrer Behausung verschoben ist, und dessen Radienabstände verhältnismäßig groß sind. Zum Versteck der Spinne führt ein straff gespannter Signalfaden. Diese Netze, in deren Zentrum sich die Spinnen nach Einbruch der Abenddämmerung aufhalten, sind oftmals an Bäumen mit grober Rinde oder an alten Zaunpfählen zu finden.

Die Entwicklung der Spaltenkreuzspinne bis zur Geschlechtsreife dauert 2 Jahre. Die erwachsenen Tiere sind im Freien von Juni bis Oktober anzutreffen. Nach der Paarung, die die Männchen nur selten überdauern, legen die weiblichen Tiere für die Eiablage flauschige Kokons in gut geschützten Ritzen an. Den Kokon behängen sie mit verschiedenen Materialien aus der näheren Umgebung. Die weiblichen Spaltenkreuzspinnen und die überlebenden Männchen überwintern in ihren Verstecken.
Beschreibung der Bilder / Fotos
1. Spaltenkreuzspinne - Nuctenea umbratica
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