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| | | Weberknechte | | Weberknechte, Schneider, Schuster (Opiliones) sind eine Ordnung der Spinnentiere. Es gibt weltweit etwa 4000 verschiedene Arten, von denen manche gedrungen und milbenförmig sind, andere treten langbeinig auf. Weberknechte erreichen Körperlängen zwischen 2 und 22 mm. In Mitteleuropa sind viele Arten gefährdet. Die Gruppe der hier vorkommenden Weberknechtarten nennt man Cyphopalpatores. Einige Beispiele hieraus sind: Sironidae, Travuniidae, Fadenkanker, Brettkanker, Schneckenkanker, Schneider und Sclerosomatidae. | | |
| | | | Im Unterschied zu Webspinnen ist das Kopfbruststück nicht vom Hinterleib getrennt. Weberknechte haben weder Spinndrüsen noch Giftdrüsen. Sie besitzen als Spinnentiere 8 Beine, die bei vielen Arten sehr lang sind, und bis zum 25 fachen der eigentlichen Körperlänge ausmachen können. Wird der Weberknecht angegriffen, kann er sich von einem Bein trennen, das zur Täuschung des Gegners weiterzuckt, und im Laufe der Zeit wieder hergestellt wird. | | |
| | | | Die Tastorgane (Pedipalpen) werden wegen ihrer Form häufig als fünftes Beinpaar gezählt und dienen, je nach Art, verschiedenen Zwecken, wie Tastfunktion, Fortpflanzung oder Nahrungsaufnahme. | | |
| | | Die Weberknechte verspeisen ihre Beute lebend. Die Augen aller Weberknechte werden von einem ausgeprägten Hügel getragen, der zu einem Stiel ausgebildet sein kann. Der Weberknecht kann ultraviolettes Licht wahrnehmen, dennoch ist sein Sehvermögen schwach. Bei manchen Arten ist der Körper mit farbenprächtigen Dornen und Zacken besetzt, die unter dem Mikroskop sichtbar werden, deren Funktion aber noch nicht geklärt ist. Bei einigen Arten sind die Männchen dunkler als die Weibchen und haben eine ausgeprägtere Körperform. | | |
| | | Weberknechte leben meist in der Bodenschicht und ernähren sich hauptsächlich von kleinen Gliederfüßern. Sie kommen in Laubwäldern, Gärten, Hecken, Wiesen und Parks vor, manche Arten leben in Dünen, Heiden oder Moore. Dort grasen sie abgestorbene Pflanzenteile ab, auf denen zersetzende Gliederfüßer sitzen. In größerer Anzahl trifft man sie in naturnahen Laubwäldern, Feldgehölzen mit Nähe zu Feuchtgebieten und in Bruchwäldern wo sie zu Hunderten auf engstem Raum angetroffen werden können. | | |
| | Ihre Aktivität, die sich auf die Nacht beschränkt, ist unabhängig von der herrschenden Witterung. Die Weibchen der Weberknechte legen ihre Eier in kleinen Löchern oder Spalten am Boden ab.
Die Intensivierung der Land- und Forstwirtschaft durch den Menschen führte an vielen Orten zu einer Beseitigung der Lebensräume für Weberknechte und somit zu einer Bedrohung vieler ihrer Arten. | | |
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| | | Beschreibung der Bilder / Fotos | | 1. | Spinne - Weberknecht - braun mit schwarzen Beinen | | 2. | Spinne - Weberknecht auf Blüte | | 3. | Weberknecht auf grünem Blatt |
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