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 Gehöckerte Krabbenspinne


Fotografie mit folgenden Kameras:
Digitalkamera Nikon D3x
Digitalkamera Nikon D300
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Nikon AF Micro Nikkor 200mm 1:4D ED
Canon EF 180mm 1:3.5L Macro USM
Canon MP-E 65mm 1:2.8 1-5x Macro
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Nikon Makroblitz-Kit R1C1
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Gehöckerte Krabbenspinne - Thomisus onustus - Foto
Gehöckerte Krabbenspinne
Die Gehöckerte Krabbenspinne (Thomisus onustus) zählt in der Ordnung Webspinnen (Araneae) und der Unterordnung Echte Webspinnen (Araneomorphae) zur Familie der Krabbenspinnen (Thomisidae), innerhalb derer sie der Gattung Thomisus angehört. Sie ist weltweit in den gemäßigten bis tropischen Zonen weit verbreitet, während sie nach Norden hin immer seltener auftritt und dort auf warme Standorte beschränkt ist. In Deutschland wird Thomisus onustus nach der "Roten Liste" als gefährdet eingestuft.
Krabbenspinne - Thomisus onustus - Foto
Die Körperlänge der erwachsenen Krabbenspinne ist geschlechtsspezifisch unterschiedlich. Während die Weibchen es auf 7 bis 9, 8 mm bringen, sind die Männchen nur etwa 2 bis 3, 6 mm lang. Wie bei den meisten Krabbenspinnen-Arten weist ihr Körper bizarre Formen mit Höckern und Gruben auf. Die Körperfarbe ist bei Männchen und Weibchen ebenfalls unterschiedlich. Manche Tiere sind am ganzen Körper einfarbig. Bei den weiblichen Exemplaren von Thomisus onustus kann die Körperfarbe zwischen weissen, rosa oder gelben Farbtönen variieren und richtet sich jeweils nach der Farbe der Blüten, die von den Weibchen aufgesucht wird. Dieser Farbwechsel als Anpassung an den Untergrund ist innerhalb weniger Tage möglich, wobei die farbliche Tarnung (Flächenauflösung) durch Punkte und Längsstreifen noch unterstützt wird. Die männlichen Exemplare von Thomisus onustus erscheinen häufig in mattgelber oder gelblichgrüner Färbung.
Nahaufnahme vom Kopf - Thomisus onustus - Foto
Am Vorderkörper (Prosoma) springt die Vorderkante beidseitig vor. Bei den Männchen ist das Prosoma einfarbig gelblich-braun bis dunkelbraun. Bei rosafarbenen Weibchen ist es oft breit dunkelgrau berandet. Gelegentlich ist der Vorderkörper glänzend und trägt einen hellen Mittelstreifen. Am Hinterkörper (Opisthosoma), der bei beiden Geschlechtern mehr oder weniger dreieckig ausgebildet ist, sind die Hinterecken spitz ausgezogen. Bei den Männchen ist das Opisthosoma gelbgrün bis bräunlich. Die gelben bzw. weißen Weibchen tragen auf dem Hinterkörper gelbe oder rosa Streifen, während rosafarbene Weibchen dort häufig mit weißen Flecken besät sind.
Krabenspinne Thomisus onustus mit Opfer - Foto
Die vorderen 2 Beinpaare von Thomisus onustus sind sehr lang, breit hellbraun und rotbraun geringelt und werden in Ruhestellung leicht angewinkelt nach vorn gehalten. Hierdurch erinnern die Tiere an Krabben mit großen Scheren. Die Tiere sind durch diese Gliedmaßen zum Seitwärtslaufen befähigt. Bei den Männchen kann das vorderste Beinpaar drei- bis fünfmal so lang sein wie das hinterste. Die beiden hinteren Beinpaare sind einfarbig hell (beige). Bei rosafarbenen Weibchen sind die Beine oftmals dunkelgrau geringelt.
Thomisus onustus warte auf einer Blüte auf Opfer - Foto
Krabbenspinnen der Art Thomisus onustus können mehrere Jahre alt werden. Sie bevorzugen warme, trockene, waldfreie Gebiete mit starker Sonneneinstrahlung. Hierzu zählen Halbtrockenrasen, Sandtrockenrasen und spärlich bewachsene Brachflächen.
Frontalaufnahme - Thomisus onustus - Foto
Thomisus onustus ist, obwohl die Art zu den Echten Webspinnen zählt, ein Lauerjäger, und lebt vom Beutefang ohne Fangnetz auf den Blüten freistehender Pflanzen. In Mitteleuropa sind dies u. a. Graukresse (Berteroa incana) oder Heidekraut (Erica). Hierbei sind die weiblichen Tiere durch ihre Farbanpassung an die jeweilige Blüte so gut getarnt, dass es zwischen den Beutetieren und ihnen sogar zum Körperkontakt kommen kann. Männchen wie Weibchen ergreifen ihre Beute (Schwebfliegen, Bienen, Wespen, Schmetterlinge oder kleinere Käfer, die oft erheblich größer sind als die Spinne selbst) blitzschnell mit ihren Vorderbeinpaaren und töten sie durch einen rasch wirksamen Biss in den Hinterhals.
Die Paarung der Spinnen, bei der sich die Weibchen passiv verhalten und keinerlei Aggression zeigen, erfolgt meist im Juni. Nach der Paarung stellen die Weibchen einen linsenförmigen, mehrlagigen Kokon, in dem es seine ebenfalls gut getarnten Eier auf eine seidene Unterlage ablegt. Danach bewacht das Weibchen den Kokon, ohne Nahrung aufzunehmen oder sich durch Störungen ablenken zu lassen. Kurz bevor die jungen Krabbenspinnen schlüpfen, beißt sie den Kokon auf und leistet Geburtshilfe. Danach stirbt das Weibchen.
Beschreibung der Bilder / Fotos
Fotografie mit folgenden Digitalkameras
Nikon D3x, Nikon D300, Canon 50D
Bildbearbeitung mit Photoshop
1. Gehöckerte Krabbenspinne - Thomisus onustus
2. Krabbenspinne - Thomisus onustus
3. Nahaufnahme vom Kopf - Thomisus onustus
4. Krabenspinne Thomisus onustus mit Opfer
5. Thomisus onustus warte auf einer Blüte auf Opfer
6. Frontalaufnahme - Thomisus onustus


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