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| | | Krabbenspinnen | Die Krabbenspinnen (Thomisidae) bilden eine der artenreichsten Familien in der Ordnung Webspinnen (Araneae) und der Unterordnung Echte Webspinnen (Araneomorphae). Diese Familie umfaßt 164 Gattungen (z. B. Coriarachne, Diaea, Heriaeus, Misumena, Ebrechtella, Monaeses, Ozyptila, Pistius, Runcinia, Synema, Thomisus, Tmarus, Xysticus und Misumenops) mit 2042 verschiedenen Arten. Zu diesen zählen u. a.: Wanzenspinne (Coriarachne depressa), Grüne Krabbenspinne (Diaea dorsata), Veränderliche Krabbenspinne (Misumena vatia), Ebrechtella tricuspidata, Pistius truncatus, Runcinia grammica, Thomisius onustus, Tmarus piger, Xysticus audax, Xysticus kochi, Xysticus lanio, Xysticus ninnii und Misumenops nepenthicola.
Krabbenspinnen sind in den gemäßigten bis subtropischen, aber auch in den subarktischen und alpinen Räumen global verbreitet. Ihre Lebenserwartung beträgt mehrere Jahre und sie paaren sich nur einmal.
Ihre Körper weisen bizarre Formen auf. Höcker, Gruben, Punkte und Längsstreifen unterstützen die Farbtarnung der Spinnen. Die oft ansprechenden Körperfarben variieren zwischen blütenweiß mit roten Streifen bis blassgrün, bräunlich, leuchtend gelb oder smaragdgrün. Die Körperobefläche kann zusätzlich gefleckt bzw. längsgestreift sein. Grüne Krabbenspinnen leben meist auf Blättern, während bunte Arten auf Blüten, dunklere Arten auf Baumstämmen oder in der Nähe des Bodens anzutreffen sind.
Am Kopf der Tiere befinden sich 2 Klauen, was zu ihrer Benennung als „Zwei-Klauen-Spinnen“ führte. Der Hinterleib ist bei eingen Arten auffällig koloriert. Krabbenspinnen haben vorn 2 sehr lange Beinpaare. Bei den Männchen kann das erste Beinpaar fünfmal länger sein als das letzte Beinpaar. Die vorderen zwei Beinpaare sind in Ruhe leicht angewinkelt und weisen nach vorn. Dieses Aussehen der Tiere, deren Gliedmaßen sie zudem zum Seitwärtslaufen befähigen, erinnert stark an Krabben.
Obwohl die Krabbenspinnen zu den Echten Webspinnen zählen, leben sie als Lauerjäger vom Beutefang, ohne ein Fangnetz herzustellen. Als gute Kletterer sind sie auch auf hohen Pflanzen anzutreffen. Einerseits profitieren sie bei der Jagd von der Eigenschaft ihres Körpers, UV-Licht zu reflektieren, wodurch Insekten angelockt werden, andererseits bewirkt ihre vorzüglich Anpassung an ihr Jagdrevier (Farbwechsel innerhalb weniger Tage möglich), dass sie von den Beutetieren erst dann bemerkt werden, wenn es zu spät ist. Mit ihren vorderen Beinpaaren packen sie die Beute blitzschnell und töten sie durch einen Halsbiss.
Nach der Paarung errichten die Weibchen einen mehrlagigen Kokon, in dem die Eiablage erfolgt. Anschließend bewachen sie die Brut unter Verzicht auf Nahrungsaufnahme. Nachdem die Jungen geschlüpft sind, sterben die Weibchen. | | |
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| | Weiterführende Kapitel von "Krabbenspinnen" | |
| | Beschreibung der Bilder / Fotos | | 1. | Krabbenspinne - Weiße Spinne |
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