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Fotografie mit folgenden Kameras:
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Digitalkamera Nikon D300
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Nikon AF Micro Nikkor 200mm 1:4D ED
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Canon MP-E 65mm 1:2.8 1-5x Macro
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Bildbearbeitung der Fotos mit Photoshop
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Aurorafalter - Anthocharis cardamines - Männlich - Foto
Aurorafalter
Der Aurorafalter (Anthocharis cardamines), engl.: Orange tip, zählt in der Ordnung der Schmetterlinge (Lepidoptera), der Unterordnung Glossata und der Überfamilie Papilionoidea zur Familie der Weißlinge (Pieridae). Hier gehört er in der Unterfamilie Pierinae und dem Tribus Anthocharini der Gattung Anthocharis an. Wissenschaftliche Synonyme für Anthocharis cardamines sind Anthochares cardamines und Anthocaris cardamines. Unterarten des Aurorafalters sind: Anthocharis cardamines progressa, Anthocharis cardamines septentionalis, Anthocharis cardamines phoenissa, Anthocharis cardamines alexandra, Anthocharis cardamines hibernica, Anthocharis cardamines koreana, Anthocharis cardamines kobayashii, Anthocharis cardamines isshikii und Anthocharis cardamines hayashii.
Männlicher Aurorafalter - Draufsicht - Foto
Anthocharis cardamines sind in ganz Europa und Asien bis zum Polarkreis, sowie im Mittleren Osten weit und häufig verbreitet. Ihre Population hat sich innerhalb der letzten 30 Jahre besonders in Westeuropa (Schottland und Irland) stark vermehrt, was auf klimatische Veränderungen zurückgeführt wird, während sie in Mitteleuropa örtlich leicht rückläufig ist. Obwohl infolge der Ausdehnung von Landwirtschaftsflächen auf Wiesengelände zahlreiche Biotope verloren gingen, gilt der Aurorafalter in seinem Bestand als nicht gefährdet. Die Art bringt eine neue Generation pro Jahr hervor.
Schmetterling - Aurorafalter - Weiblich - Foto
Aurorafalter erreichen Flügelspannweiten von 35 bis 50 mm. Die Flügeloberseiten beider Geschlechter sind weiß. Bei den Weibchen ist die äußerste Spitze der Vorderflügel grau bis schwarzgrau gefärbt, während sich dort bei den Männchen ein großer orange-farbener Fleck befindet. Dieser orange Fleck ist charakteristisch für die Spezies und ursächlich für ihre Benennung (Aurora = Göttin der Morgenröte).
Anthocharis cardamines - Weiblich - Foto
In der Mitte der Vorderflügel-Oberseiten befindet sich ein schwarzer Punkt, der bei den männlichen Exemplaren etwas kleiner ausfällt. Die farbliche Gestaltung der Vorderflügel-Unterseiten entspricht bei männlichen wie bei weiblichen Aurorafaltern in etwa derjenigen der Oberseiten. Die Hinterflügel sind bei Männchen und Weibchen an ihrer Oberseite durchgängig weiß. Die Unterseite der Hinterflügel ist bei beiden Geschlechtern ebenfalls weiß, jedoch mit gelben und schwarzen Schuppen bedeckt, die als grünlich-weiße Marmorierung erscheinen, und eine hervorragende Tarnung bilden. Dieser Effekt wird noch dadurch verbessert, dass die männlichen Falter in der Lage sind, ihre Vorderflügel ganz hinter die Hinterflügel zu rotieren, so dass bei zusammengeklappten Flügeln die charakteristischen Farbmale der Vorderflügel nicht mehr sichtbar sind.
Kopf des Aurorafalters - Foto
Während die Männchen aufgrund ihrer signifikanten Färbung eindeutig identifizierbar sind, können weibliche Aurorafalter mit anderen Arten wie Redesafalter (Pontia edusa), Kleiner Kohlweißling (Pieris rapae), Mattfleckiger Weißling (Euchloe simplonia), Anthocharis damone, Pontia daplidice oder Anthocharis euphenoides verwechselt werden.

Aurorafalter leben (in Höhen bis zu 1500 Meter) auf mageren, trockenen Wiesenbereichen wie auf feuchten Wiesen oder Weiden. Man sieht sie in lichten und feuchten Wäldern, an feuchten Waldrändern, an kleinen Seen, in Bachtälern, an Flussufern oder Deichen, in Moorgebieten, in Hausgärten, an Eisenbahneinschnitten oder an Feldwegen.
Tagfalter - Aurorafalter - Seitenansicht - Foto
Erwachsene Aurorafalter fliegen von Anfang April bis Juni, während sie in warmen Gebieten von Ende März bis Ende Mai unterwegs sind. Sie sind häufig an Wiesenkerbel (Anthriscus sylvestris) und Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata) anzutreffen. An diesen Pflanzen sind sie aufgrund ihrer Tarnfärbung im Ruhezustand sehr schwer auszumachen.
Aurorafalter paaren sich im April oder Mai. In dieser Zeit können die männlichen Falter (häufig an Hecken oder Wiesen) bei ihrer Suche nach den scheuen und unscheinbaren Weibchen beobachtet werden. Die Eiablage der befruchteten Weibchen erfolgt einzeln (in selteneren Fällen in kleinen Gruppen) an den Futterpflanzen der Raupen, zu denen das Wiesen-Schaumkraut (Cardamine pratensis), das Bittere Schaumkraut (Cardamine amara), die Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata) und viele verschiedene Kreuzblütengewächse (Brassicaceae, früher: Cruciferae) zählen. Von letzteren bevorzugen die weiblichen Falter offenbar die Gewöhnliche Nachtviole (Hesperis matronalis), obwohl diese den Larven nur wenig Nahrung bietet. Dabei suchen sie vorzugsweise Pflanzen feuchter und halbschattiger Biotope auf. Die Auswahl der Futterpflanzen richtet sich vor allem nach deren Gehalt an ätherischen Ölen (Senföl), die die Weibchen mit Hilfe von Chemosensoren, die sich an ihren Vorderbeinen befinden, wahrnehmen können. Um eine weitere Eiablage durch andere Aurorafalter zu vermeiden, hinterlässt das Weibchen Duftstoffe (Pheromone) auf den Blättern der jeweiligen Wirtspflanze.
Die weißen Eier sind spindelförmig und verfärben sich später hell orange, danach rötlich bis rot. Nach 4 bis 12 Tagen schlüpfen aus ihnen die Raupen. Die Raupe des Aurorafalters ist langgestreckt und erreicht Körperlängen von 30 bis 35 mm. Sie ist als Junglarve bis zur 2. Häutung rötlichgelb bis gelb-bräunlich, im 3. bis 4. Larvenstadium oben weißlich-grün und seitlich weiß mit feinkörniger schwarzer Punktierung (Warzen). Am Ende des letzten Larvenstadiums ist sie blaugrün mit dunkelgrüner Unterseite. Die Raupe hat grüne Stummelfüßchen. Aufgrund ihres Erscheinungsbildes kann die Raupe des Aurorafalters mit jener des Zitronenfalters (Gonepteryx rhamni) verwechselt werden, ist jedoch durch ihre schwarzen Warzen von dieser unterscheidbar.
Die Raupe lebt von Juni bis August auf ihrer Futterpflanze, wobei sie ausschließlich an deren Blüten und an den sich entwickelnden Samenkapseln frisst. Die meisten Raupen sind in dieser Zeit auf Turmkraut (Turritis glabra) zu finden. Treffen 2 Raupen an einer Pflanze aufeinander, kann es aufgrund des beschränkten Nahrungsangebots zwischen den Konkurrenten zu Kannibalismus kommen. Auch die Eier des gleichen Geleges werden von den Raupen gefressen. Natürliche Feinde der Aurorafalter-Raupen sind zum Beispiel auch Raupenfliegen (Tachinidae) und Brackwespen (Braconidae), die ihre Eier in den Raupen ablegen und deren daraus schlüpfende Larven die Raupen von innen her ausfressen. Ende Juli oder Anfang August verpuppen sich die Raupen (in Bodennähe an ihren Wirtspflanzen oder an Stengeln und Zweigen anderer Gewächse) mit dem Kopf nach oben.
Die Puppe ist anfangs gelblich-grün, später gelblich-braun bzw. graubraun, und hat die Form eines Schiffchens mit sichelförmigem Kopfende, das an der Pflanze wie ein Dorn aussieht. Nach etwa 10 Monaten Puppenruhe schlüpfen Ende März bzw. Anfang April die erwachsenen Aurorafalter. Der Aurorafalter wurde 2004 zum Schmetterling des Jahres gekürt.
Beschreibung der Bilder / Fotos
Fotografie mit folgenden Digitalkameras
Nikon D3x, Nikon D300, Canon 50D
Bildbearbeitung mit Photoshop
1. Aurorafalter - Anthocharis cardamines - Männlich
2. Männlicher Aurorafalter - Draufsicht
3. Schmetterling - Aurorafalter - Weiblich
4. Anthocharis cardamines - Weiblich
5. Kopf des Aurorafalters
6. Tagfalter - Aurorafalter - Seitenansicht


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