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Distelfalter - Vanessa cardui - Foto
Distelfalter
Der Distelfalter (Vanessa cardui), genauer: Vanessa (Cynthia) cardui, Engl.: Painted lady oder auch Cosmopolitan, zählt in der Ordnung der Schmetterlinge (Lepidoptera) – hier ohne Rang: Rhopalocera -, der Unterordnung Glossata, der Nebenordnung Heteroneura (Division: Ditrysia) und der Überfamilie Papilionoidea zur Familie der Edelfalter (Nymphalidae), wo er in der Unterfamilie Nymphalinae und dem Tribus Nymphalini zur Gattung Vanessa und zu deren Untergattung Cynthia gehört. Ein wissenschaftliches Synonym für diese Spezies ist Papilio cardui.
Edelfalter - Vanessa cardui - Foto
Der Distelfalter ist in den subtropischen Steppengebieten beheimatet. Er ist von Nordamerika über Europa und Asien bis Australien fast weltweit verbreitet und häufig. In Europa ist der Distelfalter nur im Mittelmeerraum dauerhaft ansässig.
Distelfalter - Draufsicht - Foto
Erwachsene Exemplare von Vanessa cardui erreichen Flügelspannweiten von 45 bis 60 mm. Ihre Vorderflügel haben an den schwarzen Spitzen, auf denen sich eine Anzahl weißer Flecken befindet, eine gewisse Ähnlichkeit mit den Flügelspitzen des Admirals (Vanessa atalanta). Der Ansatz der Flügel ist gelbbraun. Die innere Flügelhälfte ist orange und hat eine schwarze Fleckenzeichnung. Die Färbung der Vorderflügel-Unterseite entspricht derjenigen der Oberseite, ist jedoch wesentlich blasser. Am Vorderrand befinden sich 2 größere helle Flecken. Das Schwarz der Spitzen kann mit Brauntönen durchsetzt, und das Orange ins Rötliche verschoben sein.
Schmetterling - Distelfalter - Foto
Die Hinterflügel des Distelfalters haben gleichfalls einen gelblich-braunen Ansatz. Auf ihnen ist ein ebenfalls ein ausgedehntes Muster erkennbar, das in seiner Art an dasjenige der Vorderflügel erinnert. Im Unterschied zu den Vorderflügeln sind die Flecken jedoch nur am Außenrand kräftig schwarz gefärbt. Die übrigen Flecken erscheinen wesentlich blasser.
Die Hinterflügel-Unterseiten haben eine weiße Grundfarbe und sind in variablen Brauntönen marmoriert. An ihrem Außenrand befinden sich 5 Augenflecke unterschiedlicher Größe. Ein besonderes Kennzeichen des Distelfalters ist seine schraubenförmige Flugbewegung.
Distelfalter sind Wanderfalter. Im Frühjahr (manchmal auch zum Ende des Sommers oder Anfang Herbst), verlassen die Falter ihre warmen Stammgebiete und wandern in die Gebiete der gemäßigten Zone südlich des Polarkreises ab, wo sie bis spätestens Anfang November verbleiben. In Europa fliegen Distelfalter von Mai bis Juli ein.
Während sie in ihren Ursprungsgebieten (ohne Diapause) eine neue Generation nach der anderen hervorbringen, sind es in den nördlicheren Breiten (in Abhängigkeit von den klimatischen Bedingungen) eine oder höchstens zwei. Die erwachsenen Falter der ersten neuen Generation erscheinen von Juli bis August, die der zweiten Generation von September bis Oktober. Falter beider Generationen treten im Herbst den Weg nach Süden an. Dabei kommt es vor, dass viele Exemplare den Weg über die Alpengrenze nicht schaffen, und an den Gletschen sterben. In anderen Fällen (wie Beispiele von den Britischen Inseln zeigen) verenden die Distelfalter noch vor Antritt des Rückfluges am Ort ihrer Entstehung.
Distelfalter bevorzugen warme und trockene Habitate (Trockenrasen etc. ). Besonders zahlreich sind sie auf Flächen mit starkem Distelbewuchs anzutreffen. Sie ernähren sich von Nektar, den sie an Disteln (Cirsium) oder anderen Blütenpflanzen, wie zum Beispiel Schmetterlingsflieder (Buddleja davidii), aus den Blüten saugen. Nach der Paarung legen die befruchteten Weibchen ihre Eier an den Blattoberseiten der Futterpflanzen ihrer später schlüpfenden Raupen ab. Die Eier haben die Form eines Kegels, Längsrillen und sind grünlich-grau gefärbt. Sie verbleiben 3 bis 5 Tage auf den Blättern, dann schlüpfen die Raupen. Haben die Raupen ihre Eier verlassen, errichten sie auf den Blättern ein Gespinst, das zunächst die Spitze, später das ganze Blatt umfasst, um darin ungestört fressen zu können. Das Gespinst kann jedoch (wie im Falle von Disteln) auch zwischen Blattansatz und Stiel befestigt sein.
Die Raupen des Distelfalters erreichen Körperlängen von 35 bis 40 mm. Ihre Körper haben eine hellgelbe bis grünlich-braune Grundfärbung. An der Oberfläche ist ein feines dunkles Muster erkennbar, das in seiner Form variieren kann. Auf jedem Segment ihres Körpers tragen die Raupen einen mit sich verästelndenen Dornen besetzten Ring. Die Segmentringe, die zwischen den Dornen liegen, sind (wie der gesamte Rücken) meist stärker gelblich gefärbt, während die Dornenbasis eher rötlich erscheint. Andere Raupen sind wesentlich heller, mit hohem Anteil von Weiß in der Färbung.
Die Raupen des Distelfalters ernähren sich von einer Vielzahl verschiedener Pflanzenfamilien. Vor allem bevorzugen sie Malvengewächse (Malvaceae), Korbblütler (Asteraceae), Kürbisgewächse (Cucurbitaceae), Hülsenfrüchtler (Fabaceae), Weinrebengewächse (Vitaceae), Raublattgewächse (Boraginaceae) und Kreuzblütengewächse (Brassicaceae). Besonders hervorzuheben sind die Gewöhnliche Kratzdistel (Cirsium vulgare), Kohl-Kratzdistel (Cirsium oleraceum) und andere Kratzdisteln und Ringdisteln (Carduus spec.). Man findet die Raupen des Distelfalters auch auf Moschus-Malve (Malva moschata) und Großer Brennnessel (Urtica dioica).
Die Raupen der ersten neuen Generation erscheinen im Juni/Juli, die der zweiten im August/September. Nach 7 bis 11 Tagen sind die Raupen voll entwickelt und verpuppen sich. Die Puppe ist etwa 25 mm lang, graubraun bis grünlich-grau und hängt mit der Kopfseite abwärts. In dieser Position verbleibt die Puppe ca. 7 bis 11 Tage. Dann schlüpft der neue erwachsene Diestelfalter.
Beschreibung der Bilder / Fotos
Fotografie mit folgenden Digitalkameras
Nikon D3x, Nikon D300, Canon 50D
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1. Distelfalter - Vanessa cardui
2. Edelfalter - Vanessa cardui
3. Distelfalter - Draufsicht
4. Schmetterling - Distelfalter


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Bild - Zeichnung - Graue - Weibchen - Größe - Kennzeichen - Edelfalter - Trockenrasen
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