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Dungmücken
Die Dungmücken (Scatopsidae), engl. : Minute black scavenger flies oder auch "Dung midges", stellen in der Ordnung der Zweiflügler (Diptera), der Unterordnung Mücken (Nematocera), der Nebenordnung Psychodomorpha und der Überfamilie Scatopsoidea eine eigenständige Familie dar. Diese Familie teilt sich in die Unterfamilien Aspistinae, Ectaetiinae, Psectrosciarinae und Scatopsinae auf. Die Unterfamilien enthalten zusammengenommen 31 Gattungen mit (je nach Quellenlage) etwa 250 bis 300 verschiedenen Arten.
Folgende Gattungen sind bekannt: Anapausis, Apiloscatopse, Arthria, Aspistes, Austroclemina, Borneoscatopse, Brahemyia, Coboldia, Colobostema, Cooka, Diamphidicus, Efcookella, Ectaetia, Ferneiella, Hawomersleya, Holoplagia, Mesoscatopse, Neorhegmoclemina, Parascatopse, Parmaferia, Procolobostema, Protoscatopse, Psectrosciara, Quateiella, Reichertella, Rhegmoclema, Rhegmoclemina, Rhexoza, Scatopse, Swammerdamella und Thripomorpha. Die Dungmücken sind weltweit verbreitet. In Deutschland kommen 35 Dungmücken-Arten vor. Älteste Fossilien von Dungmücken (Bernsteinfunde) reichen bis in die Kreidezeit zurück.
Es handelt sich um kleine, dunkle, oft winzige Mücken, die Körperlängen von 0, 6 bis 5 mm erreichen. Die meisten Arten sind im Durchschnitt etwa 1, 5 mm lang. Dungmücken sind unbehaart. Sie können nicht stechen. Aufgrund ihres äußeren Erscheingsbildes können sie mit Kriebelmücken (Simuliidae) verwechselt werden, haben jedoch normalerweise keinen hochgewölbten Brustabschnitt (Thorax).
Erwachsene Dungmücken halten sich gern auf Doldenblüten auf, um Nektar aufzusaugen. Sie sind häufig im ländlichen Siedlungsbereich anzutreffen, da hier in der Regel günstige Bedingungen für die Entwicklung ihrer Larven bestehen.
Die Eiablage der weiblichen Dungmücken erfolgt auf sich zersetzenden tierischen oder pflanzlichen Abfallstoffen. Hierzu sucht sie Komposthaufen, Dunghaufen, Toiletten, Müllhaufen usw. auf. Häufig erscheinen sie auch an oder in Gebäuden (Wohnungen, Ställe, Lager). In großer Zahl auftretend, können sie Lebensmittelvorräte durch Keime und Verunreinigungen ungenießbar machen und werden Menschen wie Tieren lästig. Die Larven, die sehr gesellig sind, ernähren sich von verfaulenden Abfallstoffen. Sie sind (je nach Art) unter Baumrinde, in Totholz, Pilzen oder Fäkalien anzutreffen. Manche Arten leben als Gäste in Ameisenvölkern. Die Larven atmen mit Hilfe röhrenartig verlängerter Tracheenöffnungen. Am Ende des letzten Larvenstadiums verpuppen sich die Larven innerhalb ihrer Außenhülle. Innerhalb der Puppe atmet die Dungmücke durch sogenannte Brusthörnchen (Atemröhren), die sich vom Thorax aus verzweigen.


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