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 Braunfüßiger Wasserkäfer


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Braunfüßiger Wasserkäfer - Hydrobius fuscipes - Foto
Braunfüßiger Wasserkäfer
Der Braunfüßige Wasserkäfer (Hydrobius fuscipes) zählt in der Ordnung Käfer (Coleoptera), der Unterordnung Polyphaga, der Nebenordnung Staphyliniformia und in der Überfamilie Hydrophiloidea zur Familie der Wasserkäfer (Hydrophilidae), die auch als „Wasserfreunde“ bezeichnet werden. Hier gehört er mit der Gattung Hydrobius zur Unterfamilie Hydrophylinae. Die Art ist in der Paläarktis (Europa, Asien und Nordamerika) weit verbreitet und in geeigneten Habitaten häufig anzutreffen.
Hydrobius fuscipes - Foto
Braunfüßige Wasserkäfer erreichen Körperlängen von 4 bis 9 mm. Ihre länglich-ovalen und gewölbten Körper haben eine sehr flache Unterseite. Sie glänzen leicht metallisch, sind tiefschwarz gefärbt und schimmern im Licht leicht bronzefarben.

Am Kopf der Käfer befinden sich kurze neungliedrige Fühler, deren Endglieder keulenartig verdickt und dunkel (manchmal auch bräunlich oder gelb) sind. Die Taster (Palpen) an ihren Mundwerkzeugen sind gelblich bis rotbraun und haben in der Regel ebenfalls dunkle Enden.
Auf den Deckflügeln (Elytren) befinden sich je 10 Reihen feiner, einstichartiger Punkte. Diese Punktstreifen, die in der Längsrichtung verlaufen und sich zum Hinterleibsende hin rillenenförmig vertiefen, sind das wichtigste Erkennungszeichen des Braunfüßigen Wasserkäfers. Die Hälfte der Punktreihen-Zwischenräume weist zusätzliche Reihen unregelmäßig verlaufender, größerer Punkte auf. Die Beine der Käfer sind gelblich, gelbbraun oder rostrot gefärbt. Die Fußglieder erscheinen rotbraun bis dunkelbraun.

Der Braunfüßige Wasserkäfer leben bevorzugt in und an kleineren stehenden Gewässern mit ausreichender Sonneneinstrahlung. Auch in Salzwasser und Brackwasser sind sie (erwachsen oder als Larve) häufig an der Oberfläche schwimmend anzutreffen. Die erwachsenen Tiere ernähren sich vegetarisch von verfaulenden Pflanzenresten. Sie fliegen, schwimmen oder tauchen, wobei ihnen die besondere Behaarung ihrer Unterseite von Nutzen ist, mit deren Hilfe sie geringe Luftmengen von der Wasseroberfläche in tiefere Wasserschichten mitführen können. Das Sehvermögen der Käfer ist nicht sehr stark entwickelt. Daher kommt es vor, dass sich die Käfer auf reflektierenden Oberflächen (feuchte oder glänzende Autodächer, Glasscheiben usw.) niederlassen, die sie für offene Gewässer halten.

Nach der Paarung erfolgt die Eiablage der Weibchen in Kokons, die an oberflächennahen Wasserpflanzen angeklebt sind. Etwa 8 bis 10 Tage später schlüpfen die Larven, die dann Körperlängen von 3 bis 4 mm haben. Sie nehmen rasch an Größe zu. Die Larven ernähren sich spätestens ab dem dritten Tag nach dem Schlüpfen räuberisch von der Jagd auf kleinere Wassertiere und neigen dabei sogar zum Kannibalismus. Dabei ergreifen sie im Wasser ein vorbeischwimmendes Beutetier mit ihren zangenartig ausgebildeten Mundwerkzeugen (Mandibeln), halten es fest und schwimmen mit der lebenden, unversehrten Beute an den Gewässerrand. Nachdem sie einen günstigen Landungspunkt gefunden haben, schieben sie ihren Hinterleib auf den festen Grund und schlängeln sich rückwärts, die Beute nach sich ziehend, auf das Ufer. Dort zerdrücken sie mit ihren Mandibeln den Chitinpanzer des Beutetiers zerquetscht und mit Darmsekreten übergossen. Die Beute wird anschließend so lange mit den Mundwerkzeugen durchgeknetet, bis eine breiige Masse entstanden ist, die von den Larven eingesaugt werden kann. Dieser Vorgang vollzieht sich innerhalb von 2 bis 3 Minuten. Am Ende lässt die Larve die leere Hülle fallen und zieht sich (vorwärts kriechend) ins Wasser zurück.
Der Kannibalismus der Larven kann so weit führen, dass Artgenossen jeder anderen Beute vorgezogen werden.
Beschreibung der Bilder / Fotos
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1. Braunfüßiger Wasserkäfer - Hydrobius fuscipes
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