| | | Schnellkäfer | | Die Schnellkäfer (Elateridae), engl. : click beetles bzw. typical click beetles, sind eine Familie in der Ordnung der Käfer (Coleoptera), der Unterordnung Polyphaga, der Nebenordnung Elateriformia und in der Überfamilie Elateroidea. Wissenschaftliche Synonyme für diese Familie sind: Campylidae, Cavicoxumidae, Ludiidae, Monocrepidiidae, Pangauridae und Phyllophoridae. Die Familie der Schnellkäfer teilt sich in die Unterfamilien Agrypninae, Anischiinae, Aplastinae, Cardiophorinae, Cebrioninae, Dendrometrinae, Denticollinae, Dicronychinae, Elaterinae, Hypnoidinae, Lissominae, Melanotinae, Negastriinae, Prosterninae, Subprotelaterinae und Thylacosterninae auf. | | |
| | | | Zu den Schnellkäfer-Gattungen gehören: Actenicerus, Adelocera, Adrastus, Aeoloderma, Aeoloides, Aeolus, Agriotes, Agrypnus, Alaus, Ampedus, Anchastus, Anostirus, Aplotarsus, Athous, Berninelsonius, Betarmon, Brachygonus, Brachylacon, Calambus, Cardiophorus, Chalcolepidus, Cidnopus, Conoderus, Craspedostethus, Crepidophorus, Ctenicera, Dacnitus, Dalopius, Danosoma, Denticollis, Diacanthous, Dicronychus, Dima, Drasterius, Eanus, Ectamenogonus, Ectinus, Elater, Elathous, Eopenthes, Fleutiauxellus, Haterumelater, Hemicleus, Hemicrepidius, Heteroderes, Horistonotus, Hypnoidus, Hypoganus, Hypolithus, Idolus, Idotarmonides, Ischnodes, Isidus, Itodacne, Jonthadocerus, Lacon, Lanelater, Limoniscus, Limonius, Liotrichus, Megapenthes, Melanotus, Melanoxanthus, Metanomus, Mulsanteus, Negastrius, Neopristilophus, Nothodes, Oedostethus, Orithales, Paracardiophorus, Paraphotistus, Peripontius, Pheletes, Pittonotus, Pityobius, Plastocerus, Podeonius, Porthmidius, Procraerus, Prodrasterius, Prosternon, Pseudanostirus, Pyrophorus, Quasimus, Reitterelater, Selatosomus, Sericus, Simodactylus, Spheniscosomus, Stenagostus, Synaptus, Tetrigus und Zorochros. | | |
| | | Fast 9300 Schnellkäfer-Arten sind weltweit bekannt. Zu diesen zählen: Saatschnellkäfer (Agriotes lineatus), Mausgrauer Schnellkäfer (Agrypnus murinus), Gegürtelter Schnellkäfer (Ampedus balteatus), Länglicher Schnellkäfer (Ampedus elongatulus), Rotdecken-Schnellkäfer (Ampedus sanguineus), Blutroter Schnellkäfer (Ampedus sanguinolentus), Rotbauchiger Laubschnellkäfer (Athous haemorrhoidalis), Schwarzer Schnellkäfer (Athous niger), Rotbraun gestreifter Schnellkäfer (Athous vittatus), Athous bicolor, Cardiophorus asellus, Cidnopus aeruginosus, Kammhorn-Schnellkäfer (Ctenicera), Metallglänzender Rindenschnellkäfer (Ctenicera pectinicornis), Gestreifter Forstschnellkäfer (Dalopius marginatus), Denticollis linearis, Dicronychus cinereus, Wald-Humusschnellkäfer (Ectinus aterrimus), Schwarzer Rauhaarschnellkäfer (Hemicrepidius niger), Schwarzer Zwergschnellkäfer (Kibunea minuta), Weißschuppiger Schnellkäfer (Lacon punktatus), Seidenhaariger Schnellkäfer (Prosternon tessellatum), Glanzschnellkäfer oder Glanzspringkäfer (Selatosomus aeneus) und Kreuz-Schnellkäfer (Selatosomus cruciatus). In Nordamerika kommen 965, in Mitteleuropa 150 bis 170 Arten vor. | | |
| | | Schnellkäfer erreichen Körperlängen von 5 bis 20 mm. Während ihre Körper relativ einheitlich (länglich, flach und gedrungen) gebaut sind, sind die einzelnen Arten unterschiedlich gefärbt, wobei rötliche, braune, gelbliche und schwarze Farbtöne überwiegen. Manche Arten glänzen metallisch. Vertreter der Art Pyrophorus noctiluca können nachts leuchten. | | |
| | | Der Kopf ist verhältnismäßig klein, und teilweise unter der Vorderbrust verborgen. Wichtigstes Merkmal der Schnellkäfer ist ein Sprungapparat, der durch einen Dorn an der Unterseite der Vorderbrust (Prothorax) und eine Einkerbung an der Mittelbrust (Mesothorax) gebildet wird. Durch ihn sind die Käfer in der Lage, hochzuschnellen (Schnellkäfer), was den Käfer einerseits befähigt, seinen Feinden rasch zu entfliehen, und ihm andererseits ermöglicht, aus der Rückenlage wieder auf die Beine zu gelangen. Wird die Vorderbrust nach oben gegen die Mittelbrust rotiert, gleitet der Dorn in die Kerbe. Die Betätigung dieses Sprungmechanismus erfolgt durch Zurückreissen des Kopfes und erzeugt ein klickendes Geräusch (click beetle). | | |
| | | Erwachsene Schnellkäfer sind meistens nachtaktiv. Manche Arten werden bis zu 12 Monate alt. Sie ernähren sich (in den Monaten Mai bis Juli) rein pflanzlich von Blüten (Nektar, Pollen) und Blättern. Hierdurch hervorgerufene Fraßschäden sind vernachlässigbar, und beschränken sich auf die jungen Triebe von Laubhölzern oder Koniferen. An sehr warmen Tagen dringen sie durch Öffnungen gelegentlich in Häuser ein. Die Käfer sind dabei jedoch völlig harmlos. | | |
| | | Die Eiablage der befruchteten Weibchen erfolgt im Boden. Die aus den Eiern schlüpfenden Larven entwickeln sich über mehrere (2 bis 6) Jahre. Die Larven ernähren sich (in Abhängigkeit von der Art) unterschiedlich. Während einige Arten von verrottendem Laub oder vermoderndem Holz leben, ernähren sich andere Arten räuberisch von der Jagd auf Insektenlarven. Die Larven von etwa 20 Schnellkäfer-Arten, wie beispielsweise die Larven des Mausgrauen Sandschnellkäfers (Agrypnus murinus) fressen an Pflanzenwurzeln, was in Landwirtschaft und Gartenbau zu erheblichen wirtschaftlichen Einbußen führen kann. In besonderem Maße können Getreidesorten oder Nachtschattengewächse (Solanaceae) wie Tomaten, Kartoffeln, Tabak oder Paprika betroffen sein. Diese Larven, die auch Saatkörner oder Eicheln anfressen, werden als Drahtwürmer, engl. : wire worms, bezeichnet. | | |
| | | Drahtwürmer sind dünn, zylindrisch und langgestreckt, wobei einige Arten etwas abgeplattet sien können. Sie sind rötlichgelb, gelblich oder bräunlich gefärbt und haben durch ihre starke Chitinisierung eine lederartig feste Außenhaut. Während alle Schnellkäfer-Larven drei Beinpaare am Brustabschnitt aufweisen, ist bei einigen Arten der Hinterleib abwärts gerichtet und dient (wie ein zusätzliches Bein) zur Unterstützung ihrer Fortbewegung. | | |
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| | Weiterführende Kapitel von "Schnellkäfer" | |
| Beschreibung der Bilder / Fotos Fotografie mit folgenden Digitalkameras Nikon D3x, Nikon D300, Canon 50D Bildbearbeitung mit Photoshop | | 1. | Schnellkäfer - Elateridae | | 2. | Elateridae |
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