| | Marienkäfer | | Marienkäfer (Coccinellidae) bilden eine artenreiche Familie innerhalb der Käfer. Die Körper der Marienkäfer sind stark gewölbt, kurz, halbrund oder oval. Sie erreichen Körperlängen von 1 bis 12 mm. Kopf, Brust und Unterseite sind meist schwarz. Bei manchen ist die Unterseite hellbraun bis rostbraun. Die Farbe des Kopfes richtet sich nach der des restlichen Körpers und ist manchmal unterschiedlich. Die Körperfarbe reicht von hellbeige über gelb, orange, alle braunen Töne, rosa, rot bis hin zu schwarz. Geschlüpfte Tiere sind anfangs weiß oder gelblich. Die Färbung dient als Warnsignal an Fressfeinde. Es gibt behaarte Arten der Marienkäfer. | | |
| | | | Charakteristisch für die Marienkäfer sind die symmetrisch angeordneten Punkte auf den Deckflügeln. Die Farbpalette der Punkte geht von Schwarz, hell, rot bis braun. Dabei ist die Anzahl der Punkte unterschiedlich. Es gibt Arten mit 2, 4, 5, 7, 10, 11, 13, 14, 16, 17, 18, 19, 22 und 24 Punkten, wobei die Punktezahl innerhalb der Arten auch noch variieren können. | | |
| | | | Die Larven der Marienkäfer haben ein recht unterschiedliches Aussehen, sind aber meistens langgestreckt und plump. Ihre Färbung ist blaugrau, braun oder gelb mit gelben, orangefarbenen oder roten Flecken. Oft lässt sich von der Farbe der Larve auf den ausgewachsenen Marienkäfer schließen. Manche Larven ähneln denen von Libellen. | | |
| | | | Marienkäfer sind weltweit verbreitet, hauptsächlich in wärmeren Klimazonen. Sie leben in Wäldern, Wiesen, Trockenrasen, Mooren, Heiden, Parks und Gärten. Dabei legen sie unterschiedliche Flugstrecken zurück ; kurze für die Nahrungssuche und lange zum Aufsuchen von Überwinterungsplätzen. Oft treten sie in beträchtlichen Schwärmen auf. | | |
| | | | Zur Nahrung der Marienkäfer gehören: Blattläuse, Schildläuse, Mehltau, Schimmelpilze, Spinnmilben, Wanzen, Fransenflügler, Käferlarven, Blattwespenlarven oder Schmetterlingslarven. Marienkäfer greifen bei Nahrungsknappheit auch auf pflanzliche Stoffe zurück. Sowohl beim erwachsenen Marienkäfer als auch bei seinen Larven gibt es Kannibalismus. | | |
| | | | Natürliche Feinde der Marienkäfer sind: Laufkäfer, Raubwanzen, Vögel, Eidechsen, Spitzmäuse und Frösche. Die Marienkäfer-Brackwespe ist ein spezialisierter Fressfeind. Bestimmte Hautflügler, Milben und Fadenwürmer schaden dem Marienkäfer als Parasiten. | | |
| | | | Wegen seiner Nützlichkeit wird der Marienkäfer vom Menschen sehr geschätzt, vor allem als Schädlingsbekämpfer. Der Vierundzwanzigpunkt-Marienkäfer gilt in Europa auch als Schädling. Vor allem Luzerne, Zuckerrüben, Klee, Kartoffeln, Nelken und Dahlien werden von ihm befallen. | | |
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