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| | | Bockkäfer | | Bockkäfer (Cerambycidae) sind eine Familie der Käfer. Weltweit gibt es etwa 26000 Arten, von denen in Europa ungefähr 200 vorkommen. Arten von Bockkäfern sind: Körnerbock, Mulmbock, Zottenbock, Großer Wespenbock, Panzers Wespenbock, Großer Eichenbock, Kleiner Eichenbock, Moschusbock, Alpenbock, Blutbock, Erdbock, Schwarzer Weberbock und der Schwarzgraue Walzenhalsbock. Der größte bekannte Bockkäfer ist der brasilianische Riesenbockkäfer, der eine Länge von 170 mm erreichen kann. In Europa ist es der Mulmbock mit 60 mm Länge. | | |
| | | | Bockkäfer sind schillernd und in verschiedenen Farben (Rot, blau, braun, bronze, grau, metallisch schimmernd, grün, schwarzweiß) gezeichnet. Auffälligstes Merkmal sind die sehr langen, gegliederten Fühler, die oft nach hinten getragen werden, und die eigentliche Körperlänge übersteigen können. Sie erinnern an die Hörner des Steinbocks, was zu der Namensgebung bei dieser Käferart führte. Da die langen Fühler eine stabile Verankerung am Kopf benötigen, bleibt für die Augen wenig Platz. Bei vielen Arten umwachsen deshalb die Augen von hinten die Fühlerbasis. Die Körper der Tiere sind gestreckt, die der Männchen oft größer als die der Weibchen. Manchmal ist es umgekehrt. | | |
| | | Ausgewachsene Bockkäfer verzehren Pollen, Blütenteile oder Baumsäfte. Manche Arten bevorzugen Baumrinde oder Blätter und Stängel von Krautpflanzen. Andere Arten wiederum nehmen zum Teil keine Nahrung auf oder ernähren sich räuberisch. Die Lebensdauer eines erwachsenen Bockkäfers kann bis zu 90 Tage betragen, bei vielen Arten macht sie weniger als 1 Monat aus. | | |
| | | Die Weibchen legen in oder an der Nutzpflanze der Larven ihre Eier ab, die dabei mit dem Legeapparat in Ritzen oder kleine Löcher geschoben werden. Die Larven der Bockkäfer sind reine Pflanzenfresser. Sie ernähren sich hauptsächlich von Holz. Ihre Körper sind flach, wenn sie unter der Rinde von Bäumen leben und zylindrisch, wenn sich in das Holzinnere vorbohren. Manche Arten haben sich auf abgestorbenes Holz spezialisiert. Kernholzfressende Larven, wie die vom Hausbock, können große Schäden an Holzbauten anrichten, die oft zu spät bemerkt werden. Die Dauer der Larvenzeit hängt von Qualität und Nährstoffgehalt des Holzes ab, in dem sie leben. | | |
| | | Neben den holzfressenden Larven gibt es Arten, die sich von Wurzeln oder Stängeln von Disteln, Brennnesseln, Braunwurz oder Gräsern ernähren. Die Larven verpuppen sich in sogenannten Puppenwiegen, die in speziell ausgestatteten Gängen im Holz oder unterhalb der Rinde liegen können. Die geschlüpften Jungkäfer nagen sich dann ein Ausschlupfloch. Die Überwinterung erfolgt in der Regel als Larve, seltener als Käfer. | | |
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| | Weiterführende Kapitel von "Bockkäfer" | |
| | Beschreibung der Bilder / Fotos | | 1. | Bockkäfer - Stictoleptura cordigera | | 2. | Vierbindiger Schmalbockkäfer |
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