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Fotografie mit folgenden Kameras: Digitalkamera Nikon D3x Digitalkamera Nikon D300 Digitalkamera Canon 50D
Als Objektive werden verwendet: Nikon AF-S Micro Nikkor 105mm 1:28G VR Nikon AF Micro Nikkor 200mm 1:4D ED Canon EF 180mm 1:3.5L Macro USM Canon MP-E 65mm 1:2.8 1-5x Macro Tamron 90mm Macro
Als Blizgeräte nutzen wir: Nikon Makroblitz-Kit R1C1 mit 6* Nikon Speedlight SB-R200 Nikon Blitzgerät SB-800 Nikon Blitzgerät SB-900 Canon Macro Ring Lite MR-14EX
Bildbearbeitung der Fotos mit Photoshop |
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| | | | Lilienhähnchen | | Das Lilienhähnchen (Lilioceris lilii), engl. : scarlet lily beetle, red lily beetle bzw. leaf lily beetle, ist eine Spezies in der Ordnung der Käfer (Coleoptera), der Unterordnung Polyphaga, der Nebenordnung Cucujiformia, der Überfamilie Chrysomeloidea und in der Familie der Blattkäfer (Chrysomelidae). Hier, in der Unterfamilie der Zirpkäfer (Criocerinae), zählt das Lilienhähnchen zur Gattung Lilioceris. Das Lilienhähnchen ist paläarktisch verbreitet und tritt in Nordamerika (eingeschleppt), Europa, Nordafrika und Asien auf. In Europa ist diese Spezies dort, wo Liliengewächse (Liliaceae) vorkommen, besonders häufig. Auf den Britischen Inseln wurde das Lilienhähnchen ebenfalls eingeschleppt, und ist, wenn auch nicht sehr häufig, mittlerweile von Cornwall bis Schottland verbreitet. | | |
| | | | Erwachsene Exemplare von Lilioceris lilii erreichen Körperlängen von 6 bis 9 mm. Die Körper sind (abgesehen vom Halsschild und den Deckflügeln) glänzend schwarz gefärbt. Der schwarze Kopf, einschließlich der großen, gekerbten Facettenaugen, ist geringfügig breiter als der Halsschild (Scutum). Augen und Fühler sind ebenfalls glänzend schwarz. Die fadenförmigen Fühler bestehen aus 11 Segmenten, und sind mit feinen, kurzen und hellen Haaren schwach besetzt. Der schlanke Halsschild ist leuchtend hellrot. Sowohl seine Vorderkante, wie auch die Hinterkante, ist verdickt und wülstig (kragenartig) ausgeformt. Das Schildchen (scutellum) ist dunkelbraun bis schwarz gefärbt. | | |
| | | | Die unbehaarten Flügeldecken (Elytren) haben die gleiche Färbung wie das Halsschild, und stehen in deutlichem Kontrast zum restlichen Körper. An ihrer Oberseite sind mehrere Reihen punktförmiger Einstiche mit dunkel schimmerndem Grund erkennbar. In ihrem Verlauf werden die Einstiche zu den Flügelspitzen hin immer kleiner. Links und rechts der Flügelnaht verläuft je eine Punktreihe bei der (etwa von der Mitte der Flügel an) die Einstiche besonders klein werden. Die Abstände zwischen den Punkten verringern sich hier so stark, dass sie am Ende eine geschlossene Linie zu bilden scheinen. Beine und Körperunterseite sind schwarzglänzend. Die Beine, insbesondere die Schienen (Tibien), sind weißlich-gelb behaart. | | |
| | | | Ein weiteres Merkmal der Lilienhähnchen ist ein quiekender bzw. zirpender Laut (Zirpkäfer), den sie bei Bedrohung durch Fressfeinde erzeugen, wenn eine Flucht ausgeschlossen erscheint, nachdem sie sich zuvor rücklings zu Boden fallen lassen und sich tot stellen. Die Lauterzeugung erfolgt durch Reiben der Flügeldeckenkanten gegen quer verlaufende Rillen (Stridulation), die sich auf der Oberseite des letzten Hinterleibssegments befinden. | | |
| | | | Aufgrund seines äußeren Erscheinungsbildes kann das Lilienhähnchen mit einer Schwesternart, dem Maiglöckchenhähnchen (Lilioceris merdigera), verwechselt werden. Letzteres hat jedoch einen roten Kopf, und seine Beine sind großenteils ebenfalls rot gefärbt. Außerdem ist das Maiglöckchenhähnchen wesentlich schmaler, länger und flacher gebaut und hat zudem gekämmte Fühler. Ein weiterer Unterschied besteht in den Nahrungspflanzen der beiden Zirpkäferarten. Während das Lilienhähnchen auf Liliengewächse spezialisiert ist, ernährt sich das Maiglöckchenhähnchen von Fluginsekten. | | |
| | | | Lilienhähnchen sind gute Flieger und können sich sehr gut verstecken. Die erwachsenen Exemplare bevorzugen Feuchtwiesen, Gewässerufer, Parkanlagen und Gärten mit reichlichen Beständen an Liliengewächsen, von deren Blättern, Stämmen, Knospen und Blüten sie sich (phytophag) ernähren. Die erwachsenen Käfer kommen jedoch (im Gegensatz zu ihren Larven) mit verhältnismäßig wenig Nahrung aus. | | |
| | | Zu ihren bevorzugten Nahrungspflanzen zählen die Madonnenlilie (Lilium candidum), die Königslilie (Lilium regale), der Türkenbund (Lilium martagon), die Feuerlilie (Lilium bulbiferum), die Kaiserkrone (Fritillaria imperialis) und die Schachbrettblume (Fritillaria meleagris). In Ermangelung von Liliengewächsen weichen Lilienhähnchen auf Lauch-Arten (Allium), Nachtschattengewächse (Solanaceae), Weißwurze (Polygonatum) und eine Vielzahl anderer Pflanzengruppen aus. Sie fressen an den Blättern, ihrer Wirtspflanzen. | | |
| | | Lilienhähnchen können 1 bis 3, unter günstigen Umständen sogar 4 neue Generationen pro Jahr hervorbringen. Nach der Paarung im Frühjahr (je nach Wetterlage Ende April bzw. Anfang Mai) erfolgt die Eiablage der befruchteten Weibchen an der Unterseite der Blätter ihrer Wirtspflanzen, die zugleich die Futterpflanzen ihrer Larven sind. Weibchen, die erst im Frühjahr aus der Puppe geschlüpft sind, legen bis zu 300 etwa 1 mm große Eier ab. Haben sie als bereits erwachsene Käfer überwintert, beträgt die Zahl der Eier etwa 100 bis 200. Die Eier haben eine zylindrische Form und konvexe Enden. Sie sind gelblich-orange gefärbt. Die Eiablage erfolgt in schnurartigen Einzelgelegen von normalerweise 10 bis 20 Eiern, die zudem mit einem zähflüssigen, rötlich-braunen Schutzsekret überlagert werden. | | |
| | Nach etwa 6 bis 10 Tagen schlüpfen die Larven aus den Eiern. Sie halten sich im ersten Larvenstadium fressend an den Unterseiten der Blätter auf. Zur Tarnung gegen Fressfeinde hüllen sie sich völlig in ihren eigenen Kot ein, den sie mit sich herumtragen. Die Larven werden innerhalb von 2 bis 3 Wochen etwa 5 bis 6 mm lang. Dann verpuppen sie sich (nach Abstreifen der Kothülle) im Boden unterhalb ihrer Wirtspflanze in einem aus einer schaumig-schleimigen Masse bestehenden, inzwischen ausgehärteten Kokon.
Da die Larven bereits in geringer Zahl erhebliche Fraßschäden an Kulturpflanzen anrichten bzw. diese völlig zerstören können, gelten sie als Schädlinge. Nach 2 bis 3 Wochen Puppenruhe schlüpfen die erwachsenen Lilienhähnchen. Die Puppen der letzten Generation eines Jahres überwintern meistens im Boden und die Käfer schlüpfen dann im April. Erwachsene Exemplare der vorigen Generationen überwintern ebenfalls im Boden bzw. unter Laub. | | |
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| | Beschreibung der Bilder / Fotos Fotografie mit folgenden Digitalkameras Nikon D3x, Nikon D300, Canon 50D Bildbearbeitung mit Photoshop | | 1. | Lilienhähnchen - Lilioceris lilii | | 2. | Lilienhähnchen - Seitenansicht | | 3. | Lilioceris lilii - Frontansicht | | 4. | Blattkäfer - Lilioceris lilii | | 5. | Eier des Lilienhähnchen | | 6. | Lilienhähnchen mit den von ihm verursachten Schäden an einer Lilie |
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