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 Sepsis fulgens
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Sepsis fulgens mit Tropfen am Mund - Foto
Sepsis fulgens
Sepsis fulgens, engl.: Lesser dung fly oder auch Spiny legged fly, zählt in der Ordnung der Zweiflügler (Diptera), der Unterordnung Fliegen (Brachycera), der Nebenordnung Muscomorpha (Unterabteilung: Acalyptratae) und der Überfamilie Sciomyzoidea zur Familie der Schwingfliegen (Sepsidae). Hier gehört sie in der Tribus Sepsini der Gattung Sepsis an. Wissenschaftliche Synonyme von Sepsis fulgens sind: Sepsis cynipsea, Sepsis communis, Sepsis concinna, Sepsis tonsa, Sepsis vibrans und Sepsis minimus.
Sepsis fulgens - Draufsicht - Foto
Sepsis fulgens ist in Europa, Asien und Nordafrika weit und häufig verbreitet. Im nördlichen Teil der Paläarktis scheint sie jedoch seltener vorzukommen. In Mitteleuropa und Sibirien hingegen stellt sie die am häufigsten vorkommende Spezies aus der Familie der Schwingfliegen dar.
Fliege - Sepsis fulgens - Foto
Die Körper der erwachsenen Exemplare von Sepsis fulgens, die meistens dunkel sind und einen metallischen Glanz haben, werden 2 bis 4 mm lang. Der Hinterleib der Tiere ist abgerundet, vorne wespenartig tailliert und erinnert in Form und Aussehen an Ameisenkörper. Die Flügel (bei den Männchen 1,8 bis 3,3 mm, bei den Weibchen 2,7 bis 3,4 mm lang), sind glasklar und an der Spitze mit einem dunklen Punkt versehen, der die Bewegung der Flügel, die auch im Laufen noch vor und zurückschwingen (Schwingfliegen), noch auffälliger macht. Der Sinn dieses Verhaltens ist noch nicht geklärt.
Männliche Exemplare sind anhand der Form ihrer Vorderbeine gut erkennbar. Die erwachsenen Fliegen verströmen einen eigenartigen Geruch. Sie sind tagaktiv (in Südeuropa von Februar bis November unterwegs, in Nordeuropa von Mai bis September/Oktober) und bevorzugen Habitate wie Waldränder, Flussufer, Bäche, Seen, Wiesen und Feuchtwiesen, wo sie oft auf besonntem Laub und auf Blüten anzutreffen sind. Sie leben von Nektar und süssen Pflanzensäften die reich an Kohlehydraten sind. Um ihren Bedarf an gelösten Proteinen und Mineralstoffen zu decken, suchen sie hierzu auch Dunghaufen oder Tierkadaver auf. Bevorzugte Nahrungspflanzen sind: Wiesen-Bärenklau (Heracleum sphondylium), Huflattich (Tussilago farfara) und die Sal-Weide (Salix caprea).
Es kommt vor, dass 30 000 bis 50 000 Exemplare gleichzeitig angetroffen werden, vor allem im Herbst, wenn sie sich zur Überwinterung sammeln, und in der Nähe ihrer Winterhabitate mit speziellen Duftstoffen auf Blättern ihre Paarungsreviere für das nächste Jahr markieren. In extremen Fällen kann ihre Anzahl sogar mehrere Hunderttausend betragen. Im Frühjahr finden sich die überwinternden Fliegen dann dort zur Paarung ein.

Männliche Exemplare von Sepsis fulgens sind dann meistens an Dunghaufen zu finden, wo sie die Weibchen zur Paarung erwarten. Dabei scheint ihre Orientierung nicht sehr stark ausgeprägt zu sein, da sie auch andere Männchen oder sogar Weibchen anderer Schwingfliegen-Gattungen anfliegen. Sie verschwinden jedoch schnell wieder, wenn sie ihren Irrtum bemerkt haben. Nachdem das richtige Weibchen gefunden ist, verbleiben die Männchen für eine Weile bei den weiblichen Tieren. Die Paarung findet erst später an einem anderen Ort statt.

Die Eiablage der weiblichen Fliegen erfolgt dierekt auf Dunghaufen, vornehmlich in Pferdekoppeln oder Rinderweiden. In selteneren Fällen werden die Eier auch in Komposthaufen abgelegt. Von den Fäkalien bzw. verrottenden Pflanzenteilen ernähren sich die Larven, die 1 bis 2 Tage nach der Eiablage schlüpfen. Am Ende des dritten Larvenstadiums verwandeln sie sich im Nährmedium oder im darunter befindlichen Erdboden zu einer rötlichen Puppe. Von der Eiablage bis zum Schlüpfen der erwachsenen Schwingfliege aus der Puppe vergehen 14 bis 32 Tage.

Natürliche Feinde von Sepsis fulgens sind parasitoide Milben (Bonomoia sphaerocerae und Macrocheles insignitus), die diese Fliege auch als Mittel zum Transport benutzen. Möglicherweise wird die Schwingfliege Sepsis fulgens auch von dem Fadenwurm Diplogaster coprophila befallen.
Beschreibung der Bilder / Fotos
Fotografie mit folgenden Digitalkameras
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Bildbearbeitung mit Photoshop
1. Sepsis fulgens mit Tropfen am Mund
2. Sepsis fulgens - Draufsicht
3. Fliege - Sepsis fulgens


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