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| | | Florida-Fliege | | Die Florida-Fliege (Liriomyza trifolii), auch Floridafliege, Floridaminierfliege oder Florida-Minierfliege, engl.: Chrysanthemum leaf miner, zählt in der Ordnung Zweiflügler (Diptera), der Unterordnung Fliegen (Brachycera), der Nebenordnung Muscomorpha (Abteilung: Schizophora, Unterabteilung: Acalyptratae) und der Überfamilie Opomyzoidea zur Familie der Minierfliegen (Agromyzidae), wo sie in der Gattung Liriomyza zur Unterfamilie Phytomyzinae gehört. | | |
| | | | Die Florida-Fliege ist in der Paläarktis und in subtropischen Gebieten weltweit und häufig verbreitet und wurde nach Europa eingeschleppt, wo sie nun ebenfalls sehr zahlreich auftritt. Die Art breitet sich rasch aus und ist daher in ihrem Bestand nicht gefährdet. | | |
| | | Es handelt sich um sehr kleine Fliegen, die Körperlängen von 2 bis 3 mm erreichen. Ihre Körper sind überwiegend gelb gefärbt. Kopf und Fühler sind leuchtend hellgelb. Die Oberseite des Brustabschnitts (Thorax) glänzt schwarz. Das Schildchen (Scutellum) ist ebenfalls hellgelb. Auf der Oberseite des Hinterleibs (Abdomen) sind Zeichnungen in Form dunkler Querbänder erkennbar. Am Hinterleibsende tragen die weiblichen Exemplare einen Legebohrer (Ovipositor).
Die erwachsenen Tiere, deren Lebenserwartung etwa 1 Woche beträgt, ernähren sich rein pflanzlich (phytophag). Ausser im Freien sind sie vor allem in Gewächshäusern anzutreffen. Unmittelbar nach dem Verlassen ihrer Puppe beginnen die weiblichen Florida-Fliegen mit der Nahrungsaufnahme. Hierzu bohren sie mit dem Ovipositor kleine Mulden in die Oberseite von Pflanzenblättern, aus denen sie den sich ansammelnden Blattsaft mit ihren Mundwerkzeugen auftupfen. Die Schadstellen am Blattgewebe, die zudem das Eindringen von Bakterien und Pilzen in die Pflanze erleichtern, sind auf den Blättern als gelbliche Flecken gut erkennbar.
Die Männchen leben von Nektar oder Honigtau. Sie sind allerdings in der Lage, bis zur Paarung ohne Nahrung auszukommen.
Die Eiablage der weiblichen Florida-Fliegen erfolgt an den Nahrungspflanzen der Larven, zu denen Chrysanthemen (daher: „Chrysanthemum leaf miner“), Gerbera, und andere Zierpflanzen zählen. In Gemüseplantagen sind beispielsweise Chilipflanzen und Kartoffeln häufig betroffen.
Hierbei bohren sie die Oberseite von Blättern an, und versenken 50 bis 100 (manchmal sogar bis zu 400) Eier im Blattinneren. Die geschlüpften Larven entwickeln sich schnell. Sie erreichen am Ende des dritten und letzten Larvenstadiums Körperlängen bis zu 3 mm, sind gelblich-weiß gefärbt, beinlos, und tragen keine Kopfkapsel. Die Larven verbleiben im Blatt und fressen (in Seitenlage durch Auf- und Abbewegen ihrer Mundhaken) schlangenförmige bzw. serpentinenartige Gangminen in das Zellgewebe. Daher der englische Name „Serpentine leafminers“ für die Gattung Liriomyza. Die Außenschicht des Blattes bleibt jedoch intakt. Die Fressgänge der Floridafliegen-Larven sind an ihrem Ende oft flächenartig zu einer sogenannten „Platzmine“ erweitert.
Nach 4 Tagen sind die Larven voll entwickelt und verlassen das Blattinnere durch einen hierfür angelegten Schlitz, um sich zu verpuppen. Die Verpuppung erfolgt entweder an geschützten Stellen (z.B. Blattachseln) der Wirtspflanze oder (in den meisten Fällen) in Ritzen und Spalten am Erdboden, auf den sich die Larven fallen lassen. Vom Beginn des Ei-Stadiums bis zum Schlüpfen der erwachsenen Fliege aus der rötlich bis gelblichbraun gefärbten Puppe vergehen etwa 17 Tage.
Natürliche Feinde der Floridafliegen-Larven sind Endoparasiten, zu denen die Larven der Schlupfwespen Dacnusa sibirica und Diglyphus isaea zählen. Die Schlupfwespen legen ihre Eier in den Larven der Florida-Fliege ab. Die aus den Eiern schlüpfenden Schlupfwespen-Larven bewirken ein massenhaftes Absterben der Wirtslarven, indem sie diese von innen her ausfressen.
Für den Menschen sind die Florida-Fliegen vor allem in der Landwirtschaft und im Gartenbau bedeutsam, da sie als massenhaft auftretende Schädlinge in Treibhäusern und Plantagen zu erheblichen Ertragseinbußen führen kann. Der Einsatz von Pestiziden führt offenbar nicht zu einer effizienten Bekämpfung, da die Minierfliegen Resistenzen gegen die Gifte entwickeln und vielmehr ihre natürlichen Feinde abgetötet werden. Wirksamer scheint hingegen der gezielte Einsatz der Schlupfwespen Dacnusa sibirica und Diglyphus isaea zu sein.
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| | | Beschreibung der Bilder / Fotos | | 1. | Florida-Fliege - Liriomyza trifolii | | 2. | Floridafliege - Seitenansicht | | 3. | Liriomyza trifolii - Rückansicht |
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