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Schafbremse
Die Schafbremse (Oestrus ovis) zählt in der Ordnung der Zweiflügler (Diptera) und in der Familie der Dasselfliegen (Oestridae) als häufigste Art der Unterfamilie Nasendasseln (Oestrinae) zur Gattung Oestrus. Schafbremsen stammen ursprünglich aus der Paläarktis und sind heute weltweit verbreitet.

Die Tiere erreichen Körperlängen von 10 bis 12 mm. Der Thorax trägt einen dichten goldgelben Pelz. Der weißlich-graue Hinterleib trägt schwarze Zeichnungen. Am breiten Kopf befinden sich große rotbraune Facettenaugen. Die Mundwerkzeuge sind verkümmert und lassen eine Nahrungsaufnahme kaum zu. Die großen, stark gebauten Flügel sind bräunlich getönt. Die Beine sind dunkel, behaart und ebenfalls kräftig gebaut. Die Schafbremse ist im Sommer und Spätsommer unterwegs.

Die Brutablage der Weibchen erfolgt an den Nasenöffnungen oder an den Augen von Schafen, wobei die bereits im Hinterleib geschlüpften Larven in einem Flüssigkeitstropfen abgeschossen werden. Die Wirtstiere versuchen ihrerseits, die Eiablage zu verhindern. Das Absetzen der Larven muss sich rasch vollziehen, da diese sonst das Muttertier angreifen. Die etwa 500 Larven nisten sich in Nasenhöhlen und Stirnhöhlen der Schafe ein, wo sie monatelang verbleiben. Im Frühjahr des Folgejahres zeigen die Wirtstiere bereits deutliche Krankheitssymptome wie Niesen und entzündlichen Ausfluss.

Die Larven werden bis zu 30 mm lang. Nachdem sie am Ende des letzten Larvenstadiums ausgeniest bzw. ausgehustet wurden, verpuppen sie sich am Boden. Die Schafbremse legt ihre Larven auch gelegentlich am Menschen ab, wozu sie häufig die Augen aufsucht.
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