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Rotpelzige Sandbiene - Andrena fulva - Weibchen - Foto
Rotpelzige Sandbiene
Die Rotpelzige Sandbiene (Andrena fulva), engl.: Tawny mining bee, wird auch Goldbiene, Fuchsrote Erdbiene oder Fuchsrote Sandbiene genannt und zählt in der Ordnung der Hautflügler (Hymenoptera), der Überfamilie Bienen und Grabwespen (Apoidea) und der Reihe Bienen (Apiformes) zur Familie Andrenidae. Hier gehört sie in der Unterfamilie Andreninae der Gattung Sandbienen (Andrena) an. Wissenschaftliches Synonym der Rotpelzigen Sandbiene ist Andrena armata).
Rotpelzige Sandbiene - Seitenansicht mit Blütenpollen - Foto
Andrena fulva ist in Europa von Westeuropa und Südskandinavien bis zum Balkan weit und relativ häufig verbreitet. Diese Art bringt eine neue Generation pro Jahr hervor und gilt trotz stellenweise geringer Populationsdichte in ihrem Bestand als nicht gefährdet.
Rotpelzige Sandbiene - Andrena fulva - Männchen - Foto
Die Rotpelzige Sandbiene zählt nicht zu den staatenbildenden Insekten. Die Weibchen errichten solitäre Nester (Einsiedlerbienen), die oft in enger Nachbarschaft mit anderen der selben Spezies anzutreffen sind. Unter günstigen Bedingungen sind 50 Nester auf einer Fläche von einem Quadratmeter möglich.
Biene - Rotpelzige Sandbiene - Männlich - Foto
Erwachsene Exemplare von Andrena fulva erreichen Körperlängen von 8 bis 14 mm, wobei die Weibchen kleiner sind als die Männchen. Ihre Körper haben eine schwarze Grundfarbe und sind ab März an Brust (Thorax) und Hinterleib (Abdomen) mit leuchtend fuchsroten Haaren bedeckt. Die Färbung variiert bis zum Mai und wird goldfarben bis strohgelb. Kopf und Körperunterseite sind schwarz behaart. Bei den männlichen Exemplaren ist das Abdomen nur spärlich behaart.
Rotpelzige Sandbiene - Frontansicht - Foto
Bevorzugte Habitate der Rotpelzigen Sandbiene sind lichte Wälder, Waldränder, Dämme, Kiesgruben, Trockenrasen, Parks und Gärten. Der Nestbau erfolgt meistens auf sonnigen bzw. halbschattigen Flächen mit spärlicher Vegetation. Die ersten Exemplare sind bereits Anfang März in Bodennähe anzutreffen. Zur Nahrungsaufnahme (Pollen und Nektar) fliegen sie von März bis Mai zahlreiche verschiedene Blütenpflanzen an, zu denen besonders Obstbäume und Beerensträucher (Johannisbeere, Stachelbeere) zählen. Zu den Nahrungspflanzen der Rotpelzigen Sandbiene zählen u. a.: Ahorngewächse (Aceraceae), Stechpalmengewächse (Aquifoliaceae), Sauerdorngewächse (Berberidaceae), Kreuzblütler (Brassicaceae), Buchsbaumgewächse (Buxaceae), Geißblattgewächse (Caprifoliaceae), Buchengewächse (Fagaceae), Stachelbeergewächse (Grossulariaceae), Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae), Rosengewächse (Rosaceae) und Weidengewächse (Salicaceae).
Rotpelzige Sandbiene - Rückansicht - Foto
Die Paarung, in deren Anschluss die männlichen Exemplare sterben, findet im Frühjahr statt. Kurz darauf beginnt das Weibchen mit dem Nestbau an unbedeckten, trockenen und sandigen Bodenstellen. Hierzu legt es grabend zunächst einen Hauptgang an, der bis zu 60 cm tief in den Boden reicht, und von dem mehrere Brutkammern abzweigen. Der Eingang zum Nest ist kraterförmig von einem kleinen Erdwall umgeben. Die Brutzellen am Hauptgang füllt das Weibchen mit einem Futterbrei aus Pollen und Nektar an, und legt auf jedem dieser Häufchen ein Ei ab, aus dem binnen weniger Tage eine Larve schlüpft. Die Entwicklung der Larve bis zu ihrer Verpuppung vollzieht sich innerhalb weniger Wochen. Die Puppe überwintert.
Andrena fulva - Seitenansicht - Foto
Die Rotpelzige Sandbiene ist als Bestäuber von Blütenpflanzen ökologisch von Bedeutung. Natürliche Feinde von Andrena fulva sind u. a. die Wespenbienen Nomada signata und Nomada panzeri.
Beschreibung der Bilder / Fotos
1. Rotpelzige Sandbiene - Andrena fulva - Weibchen
2. Rotpelzige Sandbiene - Seitenansicht mit Blütenpollen
3. Rotpelzige Sandbiene - Andrena fulva - Männchen
4. Biene - Rotpelzige Sandbiene - Männlich
5. Rotpelzige Sandbiene - Frontansicht
6. Rotpelzige Sandbiene - Rückansicht
7. Andrena fulva - Seitenansicht
Schnellsuche: Sandbiene - Rotpelzige - Sandbienen - Andrena - Weibchen - Fulva
März - Nektar - Männchen - Mai - Pollen - Abdomen - Bienen - Hauptgang
Quellen, Links und weitere Informationen
Rotpelzige Sandbiene bei Wikipedia
Rotpelzige Sandbiene in der Insektenbox
Rotpelzige Sandbiene in der Insektengalerie
Rotpelzige Sandbiene bei Tier und Natur
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