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Gemeine Sandbiene - Andrena flavipes - Foto
Gemeine Sandbiene
Die Gemeine Sandbiene (Andrena flavipes), genauer: Andrena (Zonandrena) flavipes, wird auch als "Gemeine Erdbiene" bezeichnet, und zählt in der Ordnung der Hautflügler (Hymenoptera), der Unterordnung Stechimmen (Aculeata) und der Überfamilie Bienen und Grabwespen (Apoidea) - hier ohne Rang: Bienen (Apiformes) - zur Familie Andrenidae, wo sie in der Unterfamilie Andreninae und der Gattung Sandbienen (Andrena) zur Untergattung Andrena (Zonandrena) gehört.
Wissenschaftliche Synonyme für diese Spezies sind Andrena levilabris, Andrena punjaubensis und Andrena kengracensis. Die Gemeine Sandbiene ist in Südeuropa und Mitteleuropa verbreitet, wo sie vor allem in niedrigen Lagen vorkommt. Andrena flavipes bringt (bivoltin) zwei neue Generationen pro Jahr hervor und ist nach der Verordnung zum Schutz wild lebender Tier- und Pflanzenarten (BArtSchV) besonders geschützt.
Die Gemeine Sandbiene zählt zu den mittelgroßen Bienen. Während die Weibchen 10 bis 14 mm Körperlänge erreichen, werden die etwas schlankeren Männchen 9 bis 13 mm groß. Der Kopf wirkt durch die Gesichtsbehaarung bräunlich, die Seiten des Brustabschnitts sind ebenfalls bräunlich behaart. Der Hinterleib hat eine schwarze Grundfarbe, und fällt bei den Weibchen durch die breiten weißen Binden an den Enden der Segmente besonders auf. In ihrem äußeren Erscheinungsbild ähnelt die Gemeine Sandbiene einer Honigbiene (Apis).
Andrena flavipes lebt in vielfältigen Habitaten (Waldränder, Parks, Gärten, Sandgruben, Kiesgruben, Lehmgruben). Sie ernährt sich an einem großen Spektrum von Blütenpflanzen durch Aufnahme von Nektar und Pollen.
Ende März schlüpfen die erwachsenen Bienen der ersten Generation, wobei zuerst die Männchen erscheinen und an warmen Tagen über dem Erdnest hin und her fliegen. Die Paarung findet im April statt. Unmittelbar darauf beginnen die befruchteten Weibchen mit der Errichtung von Brutnestern im Boden. Dabei kann es zur Entstehung von Nistkolonien kommen, in denen mehrere hundert (manchmal bis zu 1000) Einzelnester auf relativ engem Raum vereinigt sind. Die Nester bestehen aus einem 16 bis 23 cm langen Hauptgang, an den einzelne Brutkammern in Aggregationen angeschlossen sind. Die Brutkammern werden von den Weibchen mit Nahrungsbrei gefüllt, dann wird ein einzelnes Ei auf diese Häufchen abgelegt und die Brutkammer verschlossen. Bald darauf schlüpfen die Larven der 2. Generation, die sich von dem Nahrungsvorrat ernähren und in der Kammer heranwachsen. Etwa 3 Wochen nach der Paarung sterben die Männchen. Die Weibchen betreiben ihre Brutpflege noch bis Ende Mai. Dann sterben auch sie. Die Larven sind bis Juni sich selbst überlassen und verpuppen sich im Laufe des Monats. Anfang Juli schlüpfen die erwachsenen Sandbienen der 2. Generation. Sie fliegen bis September, danach sterben sie. Ihre Nachkommen überwintern in Bodennestern, um im März des Folgejahres als erwachsene Sandbienen der neuen 1. Generation zu schlüpfen.
Die Kuckucksbiene Nomada fucata, eine Wespenbiene, parasitiert in den Nestern der Gemeinen Sandbiene, in dem sie ihre Eier in ein Sandbienennest schmuggelt, und Brutpflege wie Ernährung den Wirten überlässt. Dabei kann es vorkommen, dass die Kuckuckslarven den Wirtslarven die Nahrungsvorräte wegfressen, so dass letztere schließlich verhungern.
Beschreibung der Bilder / Fotos
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1. Gemeine Sandbiene - Andrena flavipes


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Quellen, Links und weitere Informationen
Gemeine Sandbiene in der Insektenbox
Andrena flavipes in naturspaziergang.de
Andrena flavipes bei wildbienen.de
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