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Pelzbiene - Antophora - beim Sammeln von Nektar - Foto
Pelzbienen
Die Pelzbienen (Gattungen Anthophora und Amegilla) bilden in der Ordnung der Hautflügler (Hymenoptera) und in der Überfamilie Bienen und Grabwespen (Apoidea) eine neue Gattung aus der Familie der Echten Bienen (Apidae). Sie zählen hier zur Unterfamilie Anthophorinae. Pelzbienen sind global verbreitet und kommen in Mitteleuropa mit etwa 20 Arten vor. Zu den Anthophora-Pelzbienen zählen: Anthophora aestivalis, Anthophora bimaculata, Anthophora borealis, Anthophora crassipes, Anthophora fulvitarsis, Anthophora furcata, Anthophora plagiata, Anthophora plumipes, Anthophora pubescens, Anthophora quadrimaculata und Anthophora retusa. Zur Gattung Amegilla zählt die Art Amegilla quadrifasciata. In Deutschland kommen 13 Arten vor. Die hier am häufigsten vorkommende Art ist die Gemeine Pelzbiene (Anthophora plumipes).
Pelzbiene - Antophora - im Flug - Foto
Pelzbienen zählen als einzeln (solitär) lebende Bienen nicht zu den staatenbildenden Insekten und erreichen Körperlängen von 8 bis 16 mm. Ihre kompakten, gedrungenen Körper sind dicht behaart und erinnern in ihrem Aussehen an Hummeln. Am Kopf der Tiere befinden sich auffallend große Facettenaugen, zwischen den Antennen auf einer Art Sockel zusätzlich Punktaugen. Ihre Oberkiefer sind zangenartig ausgebildet. Der Rüssel ist stark mit Borsten besetzt und ermöglicht das Sammeln von Pollen aus engen und länglichen Blüten. Die Hinterbeine sind mit einem verzweigten und dichten rostroten bis goldroten Pelz besetzt, der dem Sammeln und Transportieren von Pollen dient (Beinsammler).
Pelzbiene - Frontansicht - Foto
Pelzbienen bevorzugen für die Anlage von Nistplätzen nach Süden ausgerichtet gerichtete Steilhänge mit spärlichem Bewuchs und möglichst lehmigen Böden. Es gibt jedoch auch Arten, die in morschem Holz nisten.
Pelzbiene - fotografiert auf Gomera - Foto
Die Flugzeit der erwachsenen Pelzbienen reicht von März bis Juni. Man findet sie oft an Taubnesseln (Lamium) oder anderen Lippenblütlern (Lamiaceae) sowie an Borretsch und Primelngewächsen.

Die Eiablage der Weibchen erfolgt in etwa 100 mm langen und manchmal verzweigten Röhren, die im lockeren Boden angelegt sind. Es kommt vor, dass mehrere Weibchen in unmittelbarer Nachbarschaft nisten. Die Röhre ist mit Brutzellen versehen, die haselnussförmig gestaltet, innen glatt verputzt und mit einem antibiotisch wirkenden Sekret benetzt sind. Die vorderste Brutzelle ist oft nur mit Nahrungsvorrat gefüllt und dient der Ablenkung von Brutparasiten von den eigentlichen Brutzellen. Vor der Eiablage füllen die Weibchen die Brutzellen mit Nahrungsbrei aus Pollen und Nektar, auf dem dann die Eiablage in einer kleinen Nektarpfütze erfolgt. Die geschlüpften Larven ernähren bis zum Herbstanfang von dem Nahrungsbrei, danach erfolgt ihre Verpuppung innerhalb der Brutzelle. Sie überwintern als Puppen, um im März zu schlüpfen.

Zu den Brutparasiten der Pelzbienen zählt der Schmalflügelige Pelzbienen-Ölkäfer (Sitaris muralis). Seine Weibchen legen im März auf dem Pelz der geschlüpften männlichen Pelzbienen ein Ei ab, das sich bei der Paarung auf den Pelz der Weibchen überträgt und von diesen unbemerkt in deren Nistgelege eingeschleppt wird. Die aus dem Ei schlüpfende Käferlarve verzehrt Nahrungsvorräte und Brut der Pelzbienen.
Beschreibung der Bilder / Fotos
Fotografie mit folgenden Digitalkameras
Nikon D3x, Nikon D300, Canon 50D
Bildbearbeitung mit Photoshop
1. Pelzbiene - Antophora - beim Sammeln von Nektar
2. Pelzbiene - Antophora - im Flug
3. Pelzbiene - Frontansicht
4. Pelzbiene - fotografiert auf Gomera


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